Kommissär. Ihr Diener. (Znm Nath.) Ich habe nochmehr erfahren.
Rath. Kommissär Wallmann, mein Bruder.
Kommissär. Sein Bruder, ja der's brüderlich meint, brü-derlich, der, der — Ach — wo der Herr gebürtig ist, werden auchThorheiten zu Hause seyn — also heraus damit.
Morsclb (will gehen).
Rath. Bleiben Sie.
Lommi ssä r. Ich hab's von einem Juden, von einem Inden.— Denk nur, der Herr Sohn ist nun auch verliebt.
R äthi n. Das ist wohl kein Vergehen?
Kommissär. Liebe ohne Aussicht, ohne Zweck, ohne Hoff-nung, die belacht wirb, ausgelacht, verachtet wird, ist ein Stückchen,das znm Tollhaus führt.
Rath. Das ist seine Sache.
Kommissär. Seine Sache? Berauscht ihn mit Wein,macht ihn toll und voll, schickt ihn ans Wasser, geht daneben;wenn er am Ufer herum taumelt, so schlagt die Aermchen übereinander, und sagt, es ist seine Sache. Unsre Sache ists, UnfreiWenn's aber nicht Eure Sache seyn soll, meine Sache, meineSache.
Rath (lacht). Lieber Bruder, wenn Du nur einmal gelassenreden könntest!
Kommissär. Ich bin gelassen. Aber die Dinge blasen dasFeuer in mir an. daß mir's zu den Augen heraus fährt.
Rath. Welche Dinge?
Kommissär. Präsident Darner hat eine Tochter, die Tochterliebt der Herr Sohn.
Rath. Des Präsidenten Tochter?
Kommissär. Der Präsident ist reich, der Herr Sohn nicht;die Mamsell ist Präsidentin, Herr Wallmann Advokat; und