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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
Entstehung
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Sekretär. Ja.

Jakobe. So haben Sie Gewalt gebraucht.

Sekretär. Nun denn, Sie nöthigen mich dazu; da binich. (Er öffnet die Thür mit Gewalt.) Das ist sonderbar. (Er trittherein.) Sie können doch mit mir reden.

Jakobe (geht «or). Haiti Sie haben die Thür anfgeriffen.Haben Sie die Thür aufgerissen? sagen Sie mir das.

Sekretär. Nun ja denn, ich habe es gethan.

Jakobe. Also, Sie haben die Thür anfgeriffen; ver-gessen Sie nur das nicht; denn nun bin ich excusirt. Gewaltgeht vor Recht.

Sekretär. Der Herr Rath bat mir ein Billet geschrieben.

Jakobe. Davon nehme ich keine Notiz.

Sekretär. Schicklichkeit, Pflicht, mein Herz und mein

Kummer fordern, daß ich ihm die Antwort selbst bringe; ver-schaffen Sie, daß ich ihn spreche.

Jakobe. Er ist nicht da.

Sekretär. Er ist da, ich weiß es.

J'akobe. Ist er da und will doch nicht da seyn, das gehtin die Politik, und darein mische ich mich nicht.

Sekretär. Sie find Sophiens Erzieherin gewesen.

Jakobe. Ick bin Gott Lob nicht abgesetzt. Ich bins noch.

Sekretär. Wenn auch Sophiens Talent sich selbst ent-wickelt hat, so dankt sie doch die besondere Gutmüthigkeit IhrerBildung. Also, Mamsell

Jakobe. Ich bitte ergebenst, Sich nicht über meine Bildungzu mokiren.

Sekretär. Im Gegcntheil, ich sage ja

Jakobe. Meine Bildung habe ich von Gott, und ich binin Ehren alt geworden.