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6 (1859) Das Erbtheil des Vaters Die Aussteuer
Entstehung
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Amtmann. Richtig, richtig! Die Hessischen Truppen sindvor etlichen Jahren da gelandet.

Lop Hit (neckend). Nicht weit von Flandern.

Amtmann. Ja, ja. Was hat der Kerl da gemacht?

kath. Seine Neugierde befriedigt.

Amtmann (vertraulich zum Rath Im Aufstehen). Ich nähmeihn doch nicht ins Haus.

Kath. Warum?

Ä m tmau n. Solche Vagabunden

U a t h. Behüte der Himmel.

Amtmann. Zwar, er mag doch Geld haben. So eine

Reise kostet doch Geld. Es müßte denn sepn, daß er für eine

Kirche kollektirte.

Sophie. Ja, Papa, das ist möglich; denn die Superinten-denten aus den Pelew-Jnseln sollen in solchen Fällen sehr frei-gebig seyn.

Amtmann. Da haben wir's! Ja, es wird Ankleide-

zeit seyn. Sagen Sie, liebes Kind, was soll ich heute für ein

Kleid anlegen?

Sophie. Ein Reisekleid, lieber Herr Amtmann, ein Reisekleid.

Amtmann. Ein Reisekleid?

Kath. Ja sie meinte und sagte wirklich gestern noch,es ließe Ihnen am besten.

Amtmann. Ah so? Hm! Nun rathen Sie mir eins. Ichhabe von allen Couleuren.

Sophie. Nun so wählen Sie Korbfarbe.

Amtmann. Korbfarbe?

Sophie. Sie wird Ihnen am besten lassen.

Amtmann. Korbfarbe? Man hat vielerlei Körbe; man hatweiße, grüne graue.

Sophie. Die größten, sichersten Körbe fallen ins Graue.