296
Bärbchen — geht — küßt ihn — küßt ihm die Hände. (Dir Kinderlaufen hin.) Ihr dürft wieder warm essen.
Linder. Ach lieber Herr!
Hofrath. Ihr guten Kinder! Gott segne Euch alle —Nun, (er wein«) eßt — eßt doch.
Linde. Herr — ich kann nicht. (Steht auf.)
Therese. Ich auch nicht. (Steht auf)
Hofrath. Frendenthränen fallen in Euer Mahl.
Margrcthc. Wir wollen alle nicht essen. O Herr, wiegut ist Er! Ich will die ganze Nacht für Ihn beten und weinen,und mich freuen, und anfstchcn, und an Ihn denken. Ach, esgeht Ihm doch recht gut, hoffe ich- Ja es geht ihm gut, undes soll Ihm erst recht gut gehen. Ich will den Sonntag in derKirche darum bitten.
Hofrath. Leute — das ist der schönste Augenblick meinesLebens!
Paul. Mutter, mm kommt auch der Stntzkopf wieder.
Lärlichc». Ja, Mutter, nun kommt der Hammel wieder.
Thrrcsc. Ihr sollt Ihn wieder haben.
Hanl «Md L är l> ch cII (au den Hofrath htnaiifshrliigend). Dank,Herr! Dank für das arme Stntzköpschen.
Hofrath. Kinder! — Ich bin der Freude nicht gewohnt, siemacht mich matt — laßt mich hinein und ruhen.
Linde (drückt s-lue Hand). Mein Wohlthäterl
Therese. Ich weiß nicht was ich thue und was ich rede.Der Kopf geht mir um.
Hofrath. Weise mir mein Lager an, Therese — Ach, Eureguten Worte betten mich heute so sanft!
Linde. Ein Wort noch — Herr! — Ich möchte nun sogern sagen: — „Gott segne es an Ihren Kindern!" Soll ich denndas nie sagen können?