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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Hosrath. Meine Anfragen?

MaLcm. Ltcrnbcrg. Wie viel ich denn so wohl monatlichbrauchen wollte

Hofrath. Ist das gefragt?

Ma-cm. Ltcrnbcrg. Sehr vorsichtig, mein Herr.

Hofrath. In dieser bestimmten, nicht delikaten Frage istmeinem Willen eine unrichtige Deutung gegeben.

Äabcm. Ltcrnbcrg. Ob ich denn gern so in die Nachtanfbliebe?

Hosrath. Daran habe ich nicht gedacht.

Mabc »i. Lstcrnbcrg. Zehn Uhr, zehn Uhr sey ein Stünd-chen, das recht und gerecht wäre.

Hosrath. Mademoiselle!

Mabcm. Ltcrnbcrg. Und der Anzug? Die gesetztenJahre träten doch ein; ob ich denn nicht Nachlassen wollte?

Hosrath. Sie kennen mich länger Kann ich das gefragthaben? Sieht das mir ähnlich?

MaLc m. Ltcrnbcrg. Kurz um nicht alle Besserungs-Vorschläge meines Wandels zu wiederholen ich glaube nicht, daßich in Ihren zärtlich-ökonomischen, oder ökonomisch-zärtlichenPlan paffe.

Hosrath (seufzt ti-fl. Ha! Eine Hoffnung minder, eineMenschenkenntniß mehr! Ihres eignen Glücks wegen batich meine Schwester, in ihren Anfragen um die Art, wiewir leben wollten, bestimmt zu seyn. Sie hat es übertrieben undist albern geworden. Ich sehe, wie sehr Sie auf unsere Kosten lachenkönnen, und weiß, daß Sie es werden. Ich fühle aber auch, daßsich meine Zuneigung gegen das Mädchen mindert, welche michmit einem heimlichen Vergnügen über meine Schwester schamrothwerden sieht. (Er verbeugt sich und will gehen.)