Druckschrift 
5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

177

Läthin. Sehen Sie, Herr Hofrath lieber Herr Hof«rath wenn Sie dem seinen Gnadenthaler könnten aufeinem Bergfestüngelchen, so hoch oben in klarer Luft, anweisenlassen

Hosrath. O Gott ja!

Läthin. Daß er aus der Ebene hier wegkäme HerrHofrath, wenn Sie das könnten sehen Sie, den Prozeßwollte ich fast drum fahren lassen, wenn ich nur den ma«litiösen alten Knecht mit einem Packpferdchen könnte auswandernsehen.

Hofrath. Also eigentlich wissen Sie nichts, was uns weiterbrächte?

Niithiu. Was sonst noch zu melden ist, will ich in einerAudienz Seiner Excellenz anzeigen. Ich bitte mich zu melden.

Hofrath. Aber wozu das?

ikäthin. Erlauben Sie, Ehre will ich erlangen und dieTugend bewahren, denn ich lasse die Ewigkeit nicht aus dem Gesicht.Außer dem bilde ich mir ein, daß Sie für Sich gesorgt haben, ichwill es bei der Occasion auch für mich.

Hofrath. Ich thue ja alles für Sie.

Üäthin. O ich will Sie damit weiter nicht inkommo-diren, sondern nunmehr Ihre Excellenz in Unterthänigkeit selbstbearbeiten.

Hofrath. Was Teufel

ttäthin. Es muß nämlich heute alles, was den Gewinnmeines Prozesses anlangt, gesiegelt und geschrieben in meinenHänden seyn.

Hosrath. Es ist ja doch znm Henker eine Justizsache, wobeidoch Formen zu beobachten sind.

KSt hin. Sie können mir ja den Prozeß abkaufen, wennSie so gewiß wissen, daß ich ihn gewinnen soll.

Zffland, theatral. Werke. V.

12