Ächter Äuftritt.
Näthin Bcllinaiiii. Madam Siward.
Mali. Liward. Der Kommerzienrath Bellmann warbier —
Uäthin. Ist mir begegnet. —
Mab. Liward. Denken Sie, er verlangt meine Fürsprachebei dem Minister —
Uäthin. Nun ja —
Mab. Liward. Mutter! und Sie glühen nicht vor Zornund Scham?
Uäthin. Wenn man in Ehren — denn die Ehre mußman nur nie aus den Angen lassen und nächstdem die Ewig-keit — wenn man in Ehren den lieben Angehörigen dienenkann —
Mad. Li warb. Lassen Sic mich das nicht gehört haben.
Uäthin. Der Minister will hier wohnen?
Mad. Li ward (erstaunt). Das wissen Sie?
Uäthin (lächelt). Sehr vermnthlich.
Mad. Liward. Mutter — das ist schrecklich!
Uäthin. Wenn einmal mein Prozeß gewonnen ist —
Mad. Liward. Und mein guter Name verloren —
Uäthin. Vor Gott muß man rein seyn — die Welt mußman mit der falschen Weltmünze auszahlen.
Mad. Liward. Ich sage Ihnen, ich werde den Ministernicht sehen.
Uäthin. Was soll das? Das kommt jetzt nicht mehr ansDich an. Du bist Frau vom Hause und mußt die Honneursmachen.
Mad. Liward. Ich verachte die kleinlichen Eitelkeiten, die