46
Sekretär. Laß Er das gut sehn — laß Er. Ich bin vonallein unterrichtet, und —
Christi an. O lieber Herr, — Sie sind ja ein Frennd vonmeinem jungen Herrn, und werben nun gar ein Verwandter —wozu ich denn von Herzen Glück wünsche, — thun Sie doch einEinsehen in die Sache! Machen Sie, daß er aus dem verfluchtenHause bleibt —
Sekretär. Ich will mein Möglichstes thun —
Christian. Sehen Sie, von Jugend auf hat mich derjunge Herr leiden können — und hat allemal große Stücke ansmich gehalten — wie manchmal hat er auf der Universität gesagt— Christian, so lange ich lebe, bleibst du bei mir, du sollst Brodhaben, so lange ich welches habe! — ja — seit er mit den vor-nehmen Herrschaften umgeht — lieber Gott, da bin ich ihm nichtgut genug mehr. Sonst machte ich ihm alles zu Danke; jetzt istdieß nicht recht, und das nicht recht — Warum? — Ach dassehe ich wohl ein; ich mache keinen Staat. Er möchte so einenjungen Brausewind haben — und mich will er doch nicht fort-schicken. — Gut ist der Herr, darauf will ich leben und sterben —wenn er nur aus dem verfluchten Hause bliebe!
Zweiter Austritt.
Haushofmeister. Vorige.
Haus Hofmeister. Dero gehorsamster Diener — Sind ohneZweifel der junge Herr Ruhberg?
Sekretär. Nein, mein Herr!
Christian. Er ist nicht zu Hause —