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5 (1859) Leichter Sinn. - Die Hagestolzen Verbrechen aus Ehrsucht
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Mutter wollte ich ihrer Willkür nicht verweigern, um ihr zu be-weisen, daß ich bei unsrer Verbindung darauf nicht sähe. DeineAnlagen sind vortrefflich, allein sie hätten sorgfältiger gepflegt,männlicher geleitet werden sollen. Als Knabe schon waren roman-tische Ideen Deine liebsten. Von da gingst Du zur Empfindeleiüber Dir ekelte vor der schalen Nahrung Du wurdest fleißig

Deine Anlagen hatten sich entwickelt Du wurdest bedeutend

gelobt Du fühltest Dich Dein Ehrgeiz entstand stieg

wuchs ungeheuer, und warb durch die schwache Seite DeinerMutter auf einen Punkt gelenkt Gott woll' es nie von mirfordern, daß ich Dich dahin kommen ließ. Dein Vertrauen neigtesich vom Vater weg hin zu der Mutter, welche Deine Einfällebefriedigte. Ich liebe Deine Mutter, ich hätte dieß alles nicht än-dern können, ohne ihr das Herz zu zerreißen Du stehst jetztauf einem Punkt, wofür ich zittre heut nachdem ich 25Jahre glücklich mit einer vortrefflichen Frau gelebt habe mußich Deinetwegen wünschen: ich hätte sie nie gesehen.

Nu Hb erg Lohn. Lieber Vater, Sie schaffen Sich schrecklicheFolgen einer so glücklichen Heirath. Warum denken Sie mich nichtglücklich unier Leuten, die sich meines Glücks annehmen? ZwarSie lieben den Adel nicht Sie sind überhaupt gegen eine Ver-bindung verschiedener Stände eingenommen

Nnhbcrg Vater. Ich halte Unterschied der Stände fürBedürfniß. Aber ich kann nicht leiden, daß man irgendwo sey,wo man nicht hingehört am wenigsten daß man sich aufdringe,wo man ganz und gar nicht hingehört. Ich liebte Deine Mutterohne irgend eine Rücksicht doch ist diese Heirath meiner KinderUnglück. Wenn ich nun sehe, daß ein Bürgerlicher so viel Ge-ringschätzung des freien Willens, so wenig Gefühl seiner eigenenMenschen würbe hat, daß er glaubt, der Abglanz einer fremdenWürde könne seinen Werth erhöhen: so bedaure ich ihn -