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Louise. Kann der Unterschied des Standes Dir jemals eineVerbindung mit der Kanenstein gewähren —
Ün h licrg Loh u. Sie liebt mich. Davon bin ich überzeugt.
Louise. Ueberzeugt?
Kuh der g Lohn. Ueberzeugt — durch — tausend Kleinig-keiten — die — redender noch sind als deutliche Worte selbst.
Louise. Man sagt laut — sie würde den Herrn vonDammdorf heirathen. Jndeß — das müßte Dir zuerst ausgefallensevn, wenn es wäre.
ttuhiierg Sohn. Schwester, Du kränkst mich, wenn Duan ihrer Denkungsart zweifeln kannst. Sie ist das edelste Geschöpf— und nur eine Buhlerin kann mit der Hoffnung eines Mannesspielen.
Louisr. Kann Dich die Kanenstein ohne große Entsagungjemals besitzen?
Uuhdcrg Sohn. Das alles wird sich nächstens ent-scheiden.
Louise. Nächstens? nächstens sagst Du? bald — jetzt!denn — unsere Kräfte können Deinen Aufwand nicht mehrtragen.
Knhlicrg Lohn. Wahr — wahr! —
Louise. Hättest Du gestern Deine Mutter mit dem Aus-druck des innigsten Schmerzens an Dein Zimmer gehen, und vonder verschlossenen Thür wehmllthig znrückkommen sehen — hättestDu bis Mitternacht sie fragen hören: „Ist Eduard noch nicht da?"es stünde vielleicht anders um uns.
Uuhbcrg Sohn. Denkst Du, ich ringe nach Glück alleinfür mich? O nicht für mich, um Euch, um Dich — Dir einglückliches Schicksal wieder zu verschaffen.
Louise. Lieber Bruder — ich habe gewählt, und werdeSorge tragen, daß mein Herz Deinen Stand nie entehre. —