24
Mad. Kuhbcrg. Er ist ein braver junger Mann. Louiseliebt ihn — wie Sie sagen — ja denn! Gott segne Ihren Willen.
Knhlicrg Vater. Ich freue mich Ihrer Einwilligung. Ichhoffe, wir sind der Glückseligkeit sehr nahe, welche Sie so langevergeblich suchten. Reden Sie ernstlich mit Eduard. MißtrauenSie Ihrem Hang nach Große: handeln Sie als Mutter. — TranenSie meiner Prophezeiung; LonisenS stille bürgerliche Haushaltungwird es seyn, wo Sie Freuden des einfachen Lebens kennen lernenwerden — welche die große Welt nicht gewähren kann. (Ab,)
Neunter Austritt.
Madam Nuhberg allein
Mem entsagen! — unglücklich — gedemüthigt seyn, undeine innere Stimme, die laut uns zuruft: „Wir haben es ver«schuldet!" — Das ist hart, — sehr hart! Unglückliche Mutter!Diese Louise, die — kann ich mir es verhehlen? — ich vernach-lässigt habe, beschämt mich, bis zur Demuth! — Die stillen Lei-den meines Mannes — der Schmerz — vielleicht noch die Vor-würfe meines Sohnes — schreckliche Zukunft!
O Gott! laß meine Thorheit mich hart büßen — nur er-halte mir das Herz meiner Kinder; dann will ich leiden, aber nichtklagen. (Sie geht ab).