Glicrkommissär. Ich glaube, Du sprachst mit Dir selber?he! — Ja, Du hast mit Dir selbst gesprochen. Das mußt Dunicht thun.
Sekretär. Es wäre — ich weiß nicht —
D!> crkommissär. Ja die Leute wissen es zuletzt nicht mehr,das ist schon so. — Es ist eine löse, böse Gewohnheit. Du weißt,ich habe es an unserer seligen Muhme nie leiden können. — Apro-pos — ehe ich eins ins andere rede — da bringe ich Dir DeineDefcnsion zuruck. — Ist Dir mit Gottes Hülfe recht brav ge-rathen. Recht brav! — Es ist Leben darin. Keine Kniffe, keinGeschwätz — Herz und Leben! Das heißt seiner Partei dienen:dafür wird Dich auch Gott segnen, mein Karl!
Sekretär. Wenn Sie wüßten, wie Ihr Lob ans mich wirkt,mich bestimmt! Es gibt mir Unternehmungsgeist, Ausdauer —
G li c r k o m i» i s s ä r. Hm! — Soll mir lieb seyn! Aberhöre — laß doch die neumodischen Wörter aus Deiner Arbeit weg.
Zeig einmal her, (suchend) hr — brr — hm — hu-Ja!
da — Bestimmung — Drang der Verhältnisse — Leidenschaft —he! was haben die Leidenschaften in einer Defension zuthun?
Sekretär. Die Leidenschaften aber doch so vieles mit denMenschen.
Glicrkommissär. Alle gut — alle gut — aber Duweißt, die hohen Herren lassen es nicht pasfiren.
Sekretär. Sollte nicht jeder tbnn, was an ihm ist, daßder Mensch nach der Sache gerichtet würde, nicht nach dem todtenBuchstaben?
v li er K o m m i s s ä r. Nun ich kann es nicht geradezu tadeln,daß Du Dir einen eignen Stylum gewählt hast, mein Sohn. —