Hr. n. Walle »seid. Halten Sie alles für verloren, wasan mich gewagt wird?
Lieutenant. Wo die Bitten, die Thränen eines solchenWeibeS nichts vermocht haben, wo der Anblick eines lieben gutenKnaben nicht zu dem Herzen gesprochen hat, da ist völlige Ver-wilderung , und ein solcher Mensch ist in einem lhierischen Zustande.Soll da der Schwiegervater noch winseln oder zanken? PahlUnser Geschäft soll gleich abgethan seyn. Ich verlange —
Hr. ii. Wallcnfelii. Ich verdiene Ihren Zorn. Aberwenn Sie wüßten —
Lieutenant. Zorn? Nein, Heir! Züchtigung verdientenSie; für den Zorn sind Sie mir nicht mehr gut genug. WerEhre und Vermögen verschleudert, Weib und Kind nach Brodschmachten läßt, seine letzten Groschen unter die Gauner bringt,statt zu arbeiten müßig geht, der — Kurz und gut: ich habe Sienicht ermahnt, weil ein jedes Wort zu einem Spieler verschossenPulver ist; ich habe abgewartet, bis Sie ein Bettler gewordensind. — Jetzt bin ich da, und nehme meine Tochter wiederzurück.
H r. v. Walle Ilse td. Wie, mein Herr? Sie könnten dieUnmenschlichkeit begehen?
Lieutenant. Es steht Ihnen wohl, dieß Wort gegenmich zu gebrauchen.
Hr. v. Wallen sc td. Wenn ich Marien verliere —
Lien tcnaut. Danken Sie Gott, daß ich sie mit nehme!Bleiben Sie mit semimentalischeni Wortkram weg. Deutlich ge-sprochen: wovon soll sie essen? Oder wollen Sie es erleben,daß Ihr Weib an den Spieltischen Zahnstocher und Devisen ver-kauft? — Ich selbst bin arm. Was nach meinem Tode ansihr wird, weiß Gott. Nun, bis dahin lebt sie doch noch. Gott