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4 (1859) Der Spieler [u.a.] Scheinverdienst
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Nektar. Hungern? So feine Leute I Standespersonen!ei, ei! Nun, wenn dem so ist, so biete ich Ihnen ans schwacherDankbarkeit wenn sie es annehmen wollen, bis aus bessereZeiten, fünf Louisd'or zum Darlehen an.

H r. v. Wallen seid. Ehrlicher Mann, das darf ich nichtannehmen; denn bei mir kommen keine bessere Zeiten.

klc klar. Keine bessere? Ja, ja! das ist Eure Lehre vomZufall. Ich aber sage ans der Lehre vom christlichen Vertrauen,es wird besser mit Ihnen werden. So gehen Sie denn gefälligstmit mir. Ich habe von einem Buchhändler für eine Ueber-setzung aus dem Griechischen zehn Louisd'or eingenommen, diemeine Frau nichts angehen. Halbpart ehrlicher, unglücklicherMann I

Hr. v. Wal len selb. Herr Rektor, das ist freilich sehr gutgedacht; (er schlägt sich vor den Kopf) aber ich Elender, ach!

Nektar. So nehmen Sie denn meinen armen gutenWillen an. Bei Occasion meines Sohnes und Ihrer, muß ichdoch sagen, daß wir in Europa mit sammt unserer Kultur kurioseLeute sind.

H r. v. Wallenfrld. Wiedas?

Nektar. Bedenken Sie selbst! wir haben christlicheOrden, welche für Gefangene betteln, die von den Seeräubern ge-nommen sind; dazu geben wir willig unser Geld her; wir fech-ten gegen die Seeräuber von Algier; gegen Diebe, welche beiNacht einbrechen oder sonst rauben, bauen wir Galgen an jedeGränze; auch läßt die christliche Obrigkeit, andern zum Exempel,ihnen selbst aber zur wohl verdienten Strafe sie ab und zu auf-knüpfen: dahingegen sehen wir ruhig zu, und sitzen daneben,wie bei angezündeten Kerzen ein Räuber und Karten Pirate,mittelst eines geschickten Daumens, in großer Compagnie ein