11
Ach»>idt. Ja, Madam.
M a d. A c c sc I d. Er kommt heut aus Italien wieder.
Schmidt. Ich wünsche Ihnen Glück. Er muß ein hoff-nungsvoller Mann geworden seyn.
Mad. Accfcld. Nun — hoffnungsvoll war er, als erging. Jetzt kommt er wieder, und hat die Hoffnungen erfüllt,Herr Schmidt.
Schmidt. Ich zweifle keinesweges.
Mad. Accfcld. Es ließe Ihnen auch nicht gut, jungerMann — So einen Kopf, wie ineinen Christian, per „hoffnungs-voll" zu taxiren.
Schmidt. O Madam, ich war nicht im Stande —
Mad. Accfcld (lächelnd). Ja, das möchte wohl der Fallseyn. So einen Kopf zu übersehen, ist nicht jedermanns Sache.(Erhitzt.) Gerade darum ging er vor drei Jahren wieder hierweg, weil unsere lieben Stadtkinder ihn in die ordinäre Rahmespannen wollten, die für ihre Begriffe das allerhöchste seyn mag.
Schmidt. Ich bin weit entfernt —
Mad. Accfcld (mit F-u-r). Mein Christian ist denkenderKops und Künstler. Mit Knnstgeist beseelt, faßt er jeden Gegen-stand auf, der ihm vorkommt.
Achmidt. So ist er nicht glücklich.
Mad. Accfcld. Warum nicht glücklich?
Schmidt. Weil ich denke, daß die wenigsten Leute in derWelt für dieß Verdienst Sinn haben.
Mad. Accfcld. O, er wird leben können, mein Christian,wenn auch keine hiesige Kasse sein Verdienst lohnt —
Schmidt. DaS glaube ich gern —
Mad. Accfcld (heftig). Oder lohnen kann! Er wirdweder sein Talent aufdringen, noch auch den Tagewerkern ihren