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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Fa idri» g. Nun, fürs baare Geld ißt Meister Baruch wohlauch einmal eine Stunde später?

Sarnch. Nein, keine Minute später.

Fat dring. Was der Teufel!

Sarnch (ernstlich). Nein, keine Minute! Fürs Geld laus'ich und renn' ich genug; aber alles hat seine Zeit. Wer beimEssen die Zeit sparen will, der verliert zwanzig Proeent am langenLeben. Um zwölf Uhr setz' ich mein Käppchen auf und esse; esmag kommen, was da will ich esse.

Fal dring. Nun, habt Ihr schlesische Leinwand?

Sarnch. Warum nicht? Aber was soll die Leinwandvorstcllen? Soll nicht etwa der Angel sehn, womit Sie denBaruch fangen wollen? So wahr mir Gott helfen soll, ich beißenicht an den Angel!

Faid ring. Kurz und gut, wollt Ihr mir für dreißigLonisd'or einen wichtigen Dienst leisten?

Sarnch. Warum nicht? Was solls scpn?

Faidring, Ihr kennt doch den Bäcker Ehlers?

Sarnch. Wer kennt nicht den reichen Bäcker Ehlers? Erwird aufgcgriffen.

Faidring. Wer?

Sarnch. Bäcker Ehlers! Die Kriegskanzlci läßt ihn ans.greifen. Heut noch.

Faid ring. Baruch, Ihr müßt einen Mcisterstrcich machen.Der Kerl Gott weiß wie hat einmal einen Plan zu einerLieferung von mir begehrt er hat ihn von meiner Handgeschrieben.

Sarnch. Einen Plan, wie man liefert? Ei! Einen Planwie man nichl liefert, werden Sie geschrieben haben.

Faid ring. Nun laß das gut seyn! Das Papier hätte ichgern wieder in meine Hände.