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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Mab. Kosen. Drücke» Dich Schulde»?

DaN »er. O Gott, ja!

M a d. Kose». Immer »och?

8 all »er. Und wenn ich Dir bezablen könnte, was Du fürmich gegeben hast kann ich dann sagen: ich batte abgetragen,was ich Dir schuldig bin? Deine Aufopferungen, Deine Entsagungen,die marternden Verlegenheiten, die Du mit meinem Vater deßhalbhast. O Marie!

Mab. Kosen. Ich verschenke nichts, Ernst ist an Dich ge-wiesen. Er wird einst Thorhciten begehen, auch er wird Leiden-schaften haben, er wird der Stütze bedürfen dann zahle wiedermit Nachsicht, mit Geduld, mit That!

8 allncr. Wenn ich daran denke, daß Deine kleine BesoldungDich erhalt, und noch meine Thorheiten gut machen mußte? Marie,ich bin Deiner nicht Werth!

Mab. Kosen. Wenn die Wittwe Waldner nur alles daswertb ist, was Du für sie thust?

Lall n er. Sie ist unglücklich.

Mab. Kose». Ist sie es ohne alle Schuld? Würdige Leutehalten sie für eine Kokette

8 allner. Würdige Leute haben oft sehr wenig Menschen-kenntnis;, und urtheilcn nach dem Schein!

M ad. Ko scn. Auch der Schein sollte nicht gegen sic sevn.

Dallnrr. Sie sollte also immer weinen, immer klagen, dieAugen nie aushcben? Dann würde ich ihr gerade am wenigstentrauen.

Mab. kosen. Ich breche ab. Aber sage mir weiß ichDeine Schulden nun alle?

Dallncr. Daß ich keine mehr machen werde, schwöre ichbei Gott! ich thne auch nichts mehr für die Wittwe. Mein Ge-wissen schreibt mir dringendere Pflichten vor.