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3»j>i;ralh. '70 ist cs. Er ist cin Mann von Ehre —
FaIbring. Natürlich! Natürlich! von Ehre — undvon einem vortrefflichen Herzen. Ei» gutdenkender, wohlthätigerMensch, der cin zärtliches Her; hat für Wittwcn und Waisen. —Wenn er nur dadurch nicht selbst leidet.
3» stizrath. Wieso?
Faldring. Wenn er sich entblößte und selbst leiden sollte,das wäre traurig. So ist da z. B. die Wittwe Waldner, zu derer denn fleißig ins Haus geht, an der er viel thut — denn ererhält sie mit Kind und Kegel, hat auch des Mannes Rcccß be-zahlt, sonst wären sic alle von Stuhl nnd^Bank gejagt — diemag er auch für eine ehrliche Frau halten.
Iiijiizrath. Gewiß, sonst ginge er nicht hin.
Faldring. Ach, das ist leichte Waarc, Herr Justizrath l —die kosten ihm schweres Geld.
3»siizrath. Das ist die Sache seiner Ueberzeugung undseines Beutels!
Faldring. Seines Beutels, ja, ja!
3 ,i jli z r a 1 h. Also — was verlangen Sie von mir?
Faidring. Daß Sic doch der Familie einreden, daß sie csmir nicht zurcchnen, daß ich auf der Zahlung der tausend Thalerfür meine Mündel bestanden bin.
Ziislizraih. Wer kann Ihnen übel deuten, daß Sie thun,was Sic nicht unterlassen dürfen?
Fal dring. Mir ist cs so leid —
Instizrath. Aber ob die Frau in die Verbindlichkeit ihresMannes wird treten wollen: ob sie nicht ihr Eingebrachtes fordernwird?
Fal dring. Hm — das war gering. — Aber rathen Sieihr, daß sie nicht darauf bestehet. Mein Herz leidet freilich, wennich daran denke, wie die arme junge Frau dadurch ihr bischen