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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
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Gram- nicht geachtet, meine bescheidene Liebe übersehen hast inden Ständen, wo ich nirgend Trost mehr finden konnte nahmich meine Zuflucht zu ihr. Ihr Bild entstellte manchmal dasDeine, ihr Bild erfüllte mich mit Wehmnth, mit Sehnsucht nacheiner Vollkommenheit, die sie mir gab, die Du mir geben konntestaber versagt hast. (Er nimmt das Bild u»d die Kitte ab.) Hier istes. Es ist das Bild meiner verklärten Frau!

Mali. Lcstaiig. Ach mein Golt! Ach Lestang!

Archiv. Lcstaiig ier hangt es ihr MN). Dein Vertrauenerwirbt Dir dieses Eigenthum. Hier will ich sie wiederfindenmit Dir theile ich mein Gefühl für die Unvergeßliche! An Schön-heit, Tugend, Würde und Kraft bist Du ihr gleich, werde ihrgleich an Freundlichkeit und Milde; geh einen Schritt DeinemFreunde entgegen wie sie es that, und Du wirst alles aus mirmachen, was Du vermißt hast.

Mab. Lehmig. Ich will es, ich gelobe es Dir!

Archiv. Lcstang. Gib mir die Hand, ich verzeihe Dir!Von neuem betreten wir unsere Bahn ich reiche Dir meinHerz unter dem Bilde des guten Weibes. O Caroline lächleFrieden auf uns herab aus Deiner Wonne.

(Er umarmt sie.)

M ad. Lcstaiig. Glaube mir ich bin nicht neidisch ausdiese edle Todtc! Wenn ich eine Thräne nicht znrllckhalten kann,so ist es darüber, daß ich Dich nicht so glücklich machen kann, alssie es konnte. Ich bin nicht was sie war aber freudig will ichihr nachgehen, so gut ich cs vermag!

Archiv. Lcstaiig. Genug, Friederike! Nun störe

ferner nicht Eifersucht auf Lebende noch Todte unfern Frieden, keinGeheimnis; nmwölke unsere Tage. Dazu laß mich Anstalt machen.Hast Du den Glauben an meine Zärtlichkeit verloren, so laß mich