scheint — gütiger wäre es, wenn Deine Milde mir die Last er-leichtern wollte —- an Güte hast Du mich gewohnt.
Archiv. Lcstang. Bist Dn redlich damit nmgegangen,was kann Deine Offenheit znrückhalten?
AI ad. Lcstavg (sammelt sich mühsami. Aufrichtig muß ichscyn — ich will es seyn. Aber — vergib mir — ich habe nichterwartet, Dich so zu finden. Dn verwirrst mich, schlägst michnieder -
Archiv. Lcstang. Ist das, so thnt cs die Stimme in Dir,nicht ich. Ich bin wie ich war. Nede denn, ich habe Dir jetztnichts zu sagen.
Al ad. Lcilang. Nicht? — Das ist hart.
Archiv. Leilang. Ich bin willig Dich zn hören.
Al ad. Lcstang. So soll eine vertrauliche Annäherung derHerzen sich in eine Untersuchung verwandeln — das habe ich nichtgeglaubt.
Archiv. Lcstang. Habe die Behutsamkeit, dieses Wortnicht zn nennen, da ich es nicht gebrauche.
Al ad. Lcstang (zitternd). Du willst nicht von meiner Liebehören — meinen Gehorsam nur nimmst Dn in Anspruch? (Siclallt inne.) Auch das! Es scy — Uns Deinen Geschäften istTrockenheit über Dich gekommen, die mich entfernt hat. DeineKlagen haben Dich von der Welt geschieden, die Welt von Dir.Das raubte mir Lebensfreude. Deine Gleichgültigkeit hat Dir dieBedeutung in der Welt genommen, das krankte meine Ehre. Dusolltest selbst — O Lcstang — Du siehst cs, daß ich unter derLast erliege —
Archiv. Lcstang. Ich stehe unter dieser Last und harre ans.
Mad. Lcstang. Sey gütig, reiche mir die Hand — gibmir ein Zeichen ans der bessern Zeit, daß ich nicht vor Muthlosigkeitvergehe —