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muß ich aber wissen, woran ich mit Ihnen bin. Also sagenSie mir ohne alle Verlegenheit — wen von beiden habenSie in Ihr Herz geschlossen — meinen Vetter oder den RathWallnau?
Julie (schnell». Keinen von beiden.
Maring. Wie — da Sie doch Herrn Lestang —
Inlic. Das heißt — wenn ich Sie recht verstehe -Herrn Lestang liebe ich wie ein dankbares Kind — aber —aber —
Maring. Gerade aus gesprochen — sind Sie nicht embischen in Lestang verliebt?
Julie. Gewiß nicht! Nein! O nein!
Maring. Und der andere — der kommandirende Rath?Wie stehen Sie mit dem?
Julie. Nun — er bekümmert sich ja um alles hier imHause — und er meint es auch wohl gut — aber ich bekümmeremich nicht viel um ihn.
Maring. Aber er desto mehr um Sie?
Julie. Nun ja, wie um uns alle —
Maring. Doch hat er Sie heut ohne alle Umständegeküßt.
Julie. Darüber habe ich mich sehr gewundert.
Maring. Der Mensch ist mir zuwider.
Julie (steht ihn an und nach einer Pause). Warum?
Maring. So ein Amtsgesicht muß kein junges Mädchenküssen. Ich bin sünf und zwanzig Jahre alt — das Alter istein Patent für den Kuß — und doch wissen Sie, daß ich michdas noch nicht im geringsten unterstanden habe.
Inlic (in Gedanken). Das ist wahr.
Maring (sieht sie gutmüthig an). Obschon ich mich es jetztfür mein Leben gern unterstehen möchte. (Er gehr z» ihr.)