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Julie (mit etwas Verlegenheit). Ach nein. Das Kleine istkindisch — und —
Maring. Und Sie wollen eine formirte Donna seyu?Aber weßhalb? Wegen des Platzes auf dein Kanapee? Schwerlich!
Julie. Ach nein. Der eitlen Ehr, ich gern entbehr! (Sielacht.) Es überfällt mich allemal eine wahre Angst, wenn deßwegenin der Gesellschaft das Hin- und Herrückcn, das Stillschweigen unddie langen Gesichter entstehen.
Maring (lacht). Es geht mir auch so. Nun was habenSic sonst gegen den Stand der Kindheit?
Julie. Ja nun — da man denn doch nicht darin bleibenkann —
Maring. Leider! Selig sind die Kinder. Wir sollten ewigKinder bleiben.
Julie (lebhaft). Ja, das wäre schön.
Maring. Die Kinder haben ihre liebliche Unerzogenheit,und sie gedeihen darin. Die Erwachsenen haben Ungezogenheiten,und man muß sie komplimcntiren.
Julie. Die Kinder dürfen mit ihrem Spielzeug machenwas sie wollen. Sie können frei heraussagen — das freut mich,das thue ich nicht gern, das habe ich lieb —
Maring. Den habe ich lieb? he?
Julie. Auch.
Mariug (nach einer kleinen Panse). Ich möchte etwas vonIhnen erfahren.
Julie (schnell). O ich will Ihnen alles sagen was ich weiß.
Mari n g. Alles! Wahrhaftig alles?
Julie (erröthend) So ziemlich — alles.
Maring. Wen haben Sie lieb?
Julie. Das — das ist eine wunderliche Frage.