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3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
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Julie. Dasmal bin ich recht mit Vertrauen zu Ihnen ge-kommen aber nun weiß ich kein Wort mehr vorzubringen. Sogeht es mir immer, wenn ich bei Ihnen bin, deßhalb komme ichauch so selten als möglich.

Mab. Lcstaug. Und was verschafft mir jetzt das Ver-gnügen ?

Julie. Ach es ist kein Vergnügen. Ich komme vonHerrn Lestang

Mad. Lcstaug. Sehr vermuthlich!

Julie. Er sieht so betrübt aus, antwortet auch dem Jakobnicht, sieht starr auf den Boden bewegt seine Augen nicht, aberdie Thränen rollen immer herunter; der Mund ist ein wenig ver-zogen, als wenn er lächeln wollte, aber das ist es doch nicht. Nurzu Zeiten ruft er Friederike und wieder mit einem rechtfürchterlichen Tone Friederike!

Mab. Lcstaug (geht hastigach der Thür, dort bleibt sie stehen,Mid geht langsam wieder herunter).

Julie. Sie kommen wieder

Mab. Lcstaug. Ich komme wieder.

Julie. Aber er ruft Sie ja doch! Nun, das begreife ichnicht. Wie können Sie den armen Mann allein lassen?

Mad. Lcstaug. Wenn er Ihren Trost ansgeschlagen hat.

Julie. Ach was bin ich denn gegen Sie!

Mad. Lcstaug. Davon ist die Rede.

Julie. Ein armes fremdes Mädchen, die ihre Dankbarkeitan den Tag legt so gut sie kann. Aber Sie sind seine Frau.

Mad. Lcstaug. Deßhalb eben

Iullc. Ein freundlicher Ton von Ihnen würde ihn aufwecken.Er würde mit Ihnen reden, er würde Ihnen klagen, was ihmfehlt, Sie würben ihn in Ihre Arme schließen, und es müßte ibmdoch besser werden, wenn sie seine Thränen trocknen wollten.