Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

len, was zu meiner Ruhe unentbehrlich ist, ich habe es nicht ge-than. Ich habe von Dir erwartet, daß Dein Herz es mir gewäh-ren würde. Aber das hat kein Gehör für mich und meine Lage.Das bietet mir Spielwerk an, und will sich dafür das Spielwerkerhalten, worüber ich seufze. Wohl, so erkläre ich mich ent-weder zieht der Onkel und Julie fort oder wir setzen eineLebensweise fest, wobei Du ohne Zwang Deinen Neigungen folgenkannst.

Archiv. Lestaug. Die beiden unschuldigen Leute fortschicken so wahr Gott lebt das kann ich nicht.

Mail. Lestaug. Dann habe ich nichts mehr zu sagen. (Sic geht.,

Archiv. Lestaug. Friederike! (Er ergreift ihre Hand.) BistDu meiner überdrüssig -

Mad. Lestaug. Nein!

Archiv. Lestaug. Ist es der letzte schwache Faden Deinerehemaligen Zuneigung, der Dich noch au mich heftet so sey soredlich es zu bekennen. Um Deinetwillen daß nicht die Zu-dringlichkeit eines Herzens, das nun einmal für Dich keinen Werthmehr hat, Dich um Deine Jugend bestehle, und um das Gefühlder Liebe, das Du mir aufgeopfert hast

Mail. Lestaug. August!

Archiv. Lestaug lohne auf sie zu hören). Kümmere Dichnicht um mich, noch wie ich enden werde. Die zwei besten Theilemeines Lebens sind vorüber der arme Rest wird im Stillenverlöschen, und bald denke an Dich und antworte ans meineFrage!

Mail. Lestaug (in äußerster Heftigkeit). Einen Augenblicküberlaß mich mir selbst. (Sie stürzt von ihm weg.)

Archiv. Lestaug (steht sprachlos da, erschüttert). Sie hat ge-antwortet.