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darauf wollen wir uns einbilden was wir können und wissen.Mein Vetter hat nicht die Ehre, noch ein junger Mensch zuseyn, das ist ein großer Fehler. Daß er aber das selbst sagtund glaubt, und deßhalb zurück tritt — das ist der unverzeihlichsteFehler: und wenn Sie Sich deßhalb über ihn lustig machenwollen, so finden Sie allemal an mir nach wie vor IhrenMann.
Mad. Lcsiang. Wie wenig kennt man mein Herz! Wieungefähr müssen meine Gefühle sich beurtheilen lassen I
Maring. Es ist wahr, Sie lieben nur Ihre eigene Jugend— andere Jugend verachten Sie. Zum Beispiel meine edleJugend, aus der machen Sic Sich gar nichts.
Mad. Lcsiang. In der That —
Maring. Beste Cousine! Es bedarf keiner Bekräftigung;Ihre schöne Nasenspitze hat sie unwiderleglich gegeben. — Sierespektircn gesetzte Jahre — nur muß ein wenig Prätension undeine gewisse Oberherrschaft dabei seyn, die so aussieht wie genialischeKraft!
Mad. Lcsiang (mit Unwillen, fast mit Thrtinen). Nein, nein!Ich liebe ihn nicht —
Maring (fremd). Wen denn?
Mad. Lcsiang. Den Mann, den Sie meinen.
Maring. Ihren Mann meine ich.
Mad. Lcsiang. Das ist eine Lüge! Ich verstehe Sie, ichweiß, daß man gegen mich complottirt. Aber ich verachte Ränkeund Verleumdung, und bin über alle die erhaben, die meineGeduld mißbrauchen und meinen Namen vernichten wollen.
Maring. Das sind Erzspitzbnben, und Sie haben ganzRecht, daß Sie über die in Wuth gerathen. Geschehe mir dießund das — wenn ich Sie nicht von aller Sünde frei spreche.