Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

sagt«? selbst neulich wer hätte das denken fallen, dass man siebans Lestang nicht verlassen könnte? Ei! dcschalb hat ja auch einAnderer die erste Archivarstcllc erhalten.

Ma!>. Lehmig. Es ist mir unbegreiflich!

i>. Tr übr n. Nun jetzt die Liebschaft mit der Julie Gesternward an Tafel davon gesprochen. Sehen Sie! das sind alles dieFolgen von der Natürlichkeit, welche solche finstere Menschen jetztprotegircn. Da egarircn sich die Herzen, und ehe man cs sich ver-sieht, sind diese Philosophen in unerlaubte Passionen verwickelt.

Mab. LeHang. Die sie hernach für rechtmäßig und unver-meidlich ausgeben.

v. Trüben, li'cst <wl». Jedermann bedauert nur dieschöne Madam Lestaug. Eine. Frau, die so ganz gemacht ist, dieHuldigung aller Menschen von Geist und Gefühl zu empfangen.

Mab. Lcstang. Ich verbitte diese Wendung, Herr Hof-jnnkcr.

n. Trüben. Ja so sind Sie nun. Ist ein Mann vonGefühl von Ihren Vollkommenheiten durchdrungen, und widmeter diesen seltnen Talenten, diesem köstlichen Herzen, seine treueFreundschaft so nennen Sic das eine Wendung.

Mab. Lcstang. Ich verkenne nicht Ihren Anthcil,aber

v. Trüben. Aber was will ich denn? daß Sie froheTage leben, Sich Gerechtigkeit geben, Ihr Leben genießensollen das ist alles. Weit dem zärtlichsten Ibvvouomeittfür den Herrn Gemahl und alle seine seine Originalitätenhaben Sic es nun lange genug vergeblich probirt. .IM I>ien!nun sollten Sie einmal die Manier ändern, das würde ihm gutthnn.