Druckschrift 
3 (1859) Dienstpflicht Der Mann von Wort
Entstehung
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Hcnricttc. Ich war immer dagegen, als sic ihn heirathcnwollte. Ich habe das hiesige Klosterlebeu wohl vorausgeschen.Sein Herr bessert sich nun und nimmermehr.

Jakob. Ich meine, er könnte nicht besser werden, als er ist.

Henriette. Glaube Sr das, lebe Er damit, sterbe Erdarauf!

Jakob. Das will ich mit Gott, das will ich. Womitversündigt sich mein Herr an Euch?

Hcnricttc. Mit Worten schwerlich.

Jakob. Ja nun das Wenigsprechen ist freilich einFehler

Henriette. Wahrhaftig doch!

Jakob. Vielleicht hat er ehedem zu viel gesprochen.

Hcnricttc. Er hat noch seine Äugenblicke, wo er zu vielspricht.

Jakob. Was soll das heißen?

Hcnricttc. O, wir wissen alles. Die Jungfer Vergiß-meinnicht, das allerliebste Ziehtöchterchen, das kann gebieten, ent-scheiden ; bei der wird ans den Wink gepaßt. Bei der kann erreden; stundenlang sie anhören, mit ihr ansgehen, Partien arran-giren, wo sie sich ganz wie von ungefähr treffen

Jakob teestam»). Henriette!

Heurictte. Meiner Madam o, der reicht der Sultannur die Hand. Bei der klagt er über die Welt, wenn denn dochEhren halber ein Wort gewechselt seyn muß. Sein übler Muthund herber Sinn gehört der Frau; die schönen Redensarten gehörender Herzensbändigerin Julie, der Favoritin! Wir wissen allesalles! Aber nun hat unsre Geduld ein Ende.

Jakob. Ihre gesunde Vernunft mag lange ein Ende gehabthaben so lange, wie der Madam ihre Liebe.

Henriettc. Wer ist denn die Jungfer Julie? Warum hat