Druckschrift 
2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

's

I,Z ^ ^

224

Selber! (schreibt). Feierlich gut und wehmüthig wirbmir dabei. Nimm es (gibt es ihn,) und gedenke meiner!

Wann er. Alle Jahre geh' ich einmal ganz allein in eineinsames Zimmer und dnrchlese dieß Buch; da setze ich denen einKreuz, die voran sind, trinke auf ihr Gedächtnis!, und das Wohlder Lebenden. Selbert, das ist eine schone Stunde, eine lehr-reiche Stunde! Da vergleiche ich den Wahlsprnch eines jeden mitseinem Lebenslauf sehe alle die Menschen was sie thalen,wollten, erreichten, nicht erreichten nnd fühle lebendig: Alles,warum wir uns herum tummeln ist nicht der Mühe Werth,daß man grämlich würde, wenn es nicht gelingen will! Oriiiclen-wtis iZitur, denke ich. Wenn wir fort sind, ist alles fortnur das Gute nicht, das wir gethan haben das lebt lange nachuns. So ist dieß Buch eine Wanderung auf die Gräber meinerFreunde für mich. Was ich wünsche daß Du meinem Namenein Kreuz setzest nicht ich deinem. Jetzt mag ich reisen, wennich will! Das war der Abschied nnd min weiter keinen!

Selber!. Du reisest doch nicht?

Wann er. Bst, bst! Deine Kinder sind scharmante Leute. Peter ist gesund an Leib nnd Seele. Fritz

Selbert. Könnte mich beunruhigen

Wanner. Wenn er nicht so geschcidt wäre.

Selbert. Er ist so kalt.

W au »c r. Er möchte es sehn wollen nnd scheint cs.

Selber!. Fühlt nicht für seine Familie

Wann er. Sag das nicht. Nur mehr oder minderund um das Mehr oder Minder streitet und grämt sich kein ver-nünftiger Mensch! Aber warum hängen Mariens Blüthen?