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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
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Fritz. Ich kann viel; warum soll ich nicht viel wollen?

Seibcrt. Wie denkst Du das zu erreichen?

Fritz. Dazu leite mich Ihre Erfahrung

Scll> crt. Davon hernach.

Fritz. Bald

Scibert. Du bist schnell.

Fritz. Geradsinn sicht auf den ersten Blick, wie die Sacheliegt. Das ewige Abwägcn entnervt Entschluß und Thal.

Seibcrt. Liebst Du Amalien?

Fritz. Nein. Aber sie gefällt mir; ihr Ruf ist gut, sieist meines Standes, hat Vermögen, Verstand und je früherich mich bestimmte, um so weniger Thorheit kann ich begehen.

Zclbert. Du weißt, Kapitale erbst Du nicht

Fritz. Lassen Sie uns ans einen Dienst denken, den ich ihrentgegen bringen kann.

Seibcrt. Denken! Bekommt man alles, woran mandenkt und wornach man strebt?

Fritz. Vieles davon. Ich werde viel werden in diesemLande

Seibcrt. Du sprichst davon mit einer Sicherheit, die

Fritz. Ich habe den Muth, das zu wollen und zu verlangen,was ich vermag: die meisten Menschen erschrecken vor dem, wassie in sich finden, erwerben nur, wo sie herrschen könntenschlummern, bis sie ganz einschlafen. Pfui!

Sc liiert. Fritz, Lin ich Dir dadurch gleichgültig geworden daß ich Dich keine Kapitale erben lasse?

Fritz (küßt seine Hand). Das war weise und väterlich vonIhnen gehandelt; daher kommt es, daß ich gearbeitet habe.

Scllicrt. Liebst Du mich?

Fritz. Ja.

Seid ert. Ja nur Ja? Ach Fritz