Druckschrift 
1 (1858) Reue versöhnt Die Jäger
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

150

Unhlicrg (steht von der Seite und weint).

Walsing. Sie bleiben zurück?

Kuh borg. Ach mein Vater!

Wal sing. Ein Engel läßt ihn ahnen, daß noch sein Sohndes Frenndes gute Stunde redlich fühlt! (Er sieht an seine Thüre.)Sieh da Rosen? Ja, ich schlafe auf Rosen in meinem Alter.Dieß gewährt mir eure Tugend. Das Zengniß gebe ich euchallen. Ich bin ein glücklicher Mann ein gesegneter Vater!Karoline, bleib wie du bist. Wilhelm, sey was du sehn kannst.Marie werde, was du versprichst.

Marie (führt ihn an den Tisch) Sehen Sie, Vater dießist alles Ihre. (Gibt ihm die Weste.) Die haben wir beide gemacht.

Walsing. Ihr kleidet mich, liebe Kinder! Ach vonWilhelm? Zeugnisse deines Fleißes? Mein Sohn, ich verstehemich auf den Werth dieses Geschenkes. Ein Gemälde? Von wem?

Unhbcrg (bewegt). Von mir.

Walsing. Recht! (Sieht es gerührt an). Wie wir uns zu-erst trafen Ruhberg und ich draußen an dem Scheidewegeda, von

Unhbcrg. Von Ruhe und Verzweiflung!

Walsing. Dank! Dieß Gemälde fordert ein Gegenstück,welches Ihr Leben mir in wenig Jahren gewähren wird (er führtalte an den Theetisch): wie Sie mit einer lieben Familie so um IhrFrühstück sitzen, den alten Walsing so gemalt vor sich hängen sehen,und Ihren Kindern sagen:Er meinte es gut!" Setzt Euch!Herr Ruhberg zu mir, dicht zu mir. (Nuhberg setzt sich neben ihn.Er küßt ihn.) Mein ältester Sohn!

Unhbcrg. O Gott!

Walsing (schlägt in die Hand). So weit der Geburtstag!Karoline, gib uns Thee!

Karoline (besorgt des Vaters Taffe). Da, lieber Vater!