LaroUnc. Wohlthäter? — Wenn Sie wüßten, wie es michkränkt, so oft Sie meinem Vater diese Benennung geben!
Knhbcrg. Mein LÜohlthäter! — Dieser einfache, geradeMann — mein Lehrer und Wohlthäter, der mich, als ich in dumpfeVerzweiflung hingegeben war, ergriff, mich in die schöne Naturführte, an seiner Seite kindlich stimmte, und da — wo alles lebte,webte und sich bewegte, allmächtig mir zuricf: — „Sey nützlich unddu wirst gedeihen!" der mich mit mir selbst bekannt machte; mires väterlich verwies, daß ich immer die äußersten Enden suchte, imGlück oder Unglück; der mich cs hell sehen ließ, daß, im Unglückund Kummer beharren wollen, der strafbarste Dünkel sey; der —da er für das Wort Erwerb mir Achtung einflößte, mit eins michauf den glücklichen Mittelweg brachte, den edle, mäßige Seelenwandeln!
Üarotinc. Lieber Nnhberg, Ihre Dankbarkeit —
U ii Hb erg. Nur hier lassen Sic mich mein Herz ansschütten:— bei Ihrem Vater muß ich ja sogar das Dankgcfühl ersticken. —
O hätten Sie mich gesehen, wie er mich fand!-Worte fassen
die Segenswünsche nicht — edle Tochter des besten Mannes! ,Erküßt ihr mit Feuer die H-Nid,)
Dritter Auftritt.
Vorige. Johann.
Johann lüberreicht ein Vouquct>. Der Herr Major lassen sichdem Hause bestens empfehlen und von Herzen Glück wünschen.(Er firirt Ruhbcrgcn)
Üarolinc. Sage Er nur: noch hätten wir meinen Vaternicht gesehen.