j Apologie ber Sonfefjion. 47
i fdjen abfprechen, ndmlid) nid)t nur bie SE^atigEeitcn, fonbern auchbie ©aben unb bad SSermogcn, biefe hervor ju bringen.
Sadfelbe ifi ber Sinn ber ©rfldrung, bie bei 2(ugufiinudfid) ftnbet, welcher ben SScgriff bet ©tbfünbe fo 51t beftimmenpflegt, baß fie „bie bofe Sufi" fei. ©t beutet ndmtid) an, baftbie bofe Sufi cingetrcten fei nad) bem SSetlufi ber ©ercdjtigfeit.Denn weil bie franfe Statur nidjt ©ott furdjten unb lieben, nochihm vertrauen fann, fudjt unb liebt fte bad gleifdjlidje; ©otted©eridjt veradjtet fie in Sicherheit, ober Ijafjt cd in Sdjrecfen.@0 umfaßt 2(ugufiinud fowol)l ben SJiangel, ald ben fehler®haften jSufianb, ber barauf folgt. tfber bodj ifi bie bofe Sufinicht bloß eine SSerberbniß ber ©igenfdjaften bed Äotperd, fonbcrnaudj eine vermehrte Stidjtung auf bad gleifdjlidje in ben hohemÄcAften. Sie wiffen nicht, wad fie reben, bie bem SJtenfdjen ju®gleich bie vom h^ilisen ©eific nodj nidjt ertobtete bofe Sufi bei*tneffen, unb bie Siebe ©otted über 20led.
2Btr hnf’en alfo rid)tig in ber 33efdjrcibung ber ©tbfttnbe83eibed audgebrueft, nämlich jene Mangel, ©ott nidjt vertrauen,©ott nidjt furchten unb lieben 511 fbnnen, unb gleichermaßen badSSorljanbenfein bet bofen Sufi, iveld)e bad gleifdjlidje fudjt wiber©otted SSort, bad ifi, nidjt allein bie Sufi bed Äorperd fucht,fonbern auch bie fleifcfjlidjc SfiJeidheit unb ©eredjtigfeit, unb bie®fen ©ütern vertraut, inbem fie ©ott veradjtet. Unb nidjt bie3flten nur, fonbern and) bie Steuern, fo viel SSerftdnbigerc unterihnen finb, lehren, baß in ber Sfjat jened Stveifadje jufammen5 genommen bie ©tbfttnbe fei, namlidj bie ermahnten Stängel unbbie bofe Sufi. Senn fo fagt Shomad (3fqttinad), „bie ©tb®| ftinbe enthalt ben SSerlufl bet urfptünglidjen ©erecljtigfeit unb ba=I bei eine ungeorbnete Stimmung ber Selenfrdftc; fte ifi fonachj nidjt ein bloßer S3crlttfi, fonbern aud) ein getvijfer verborbenetSufianb." Unb SSonaventura lehrt: „SSemt gefragt wirb,| wad bie ©tbfünbe fei, fo ifi bie richtige Antwort, baß fte eineungemdßigte bofe Suft fei." 2fudj bie tfntwort ifi richtig: „baßfie ein SBaitgel an ber fdjulbigen ©eredjtigfeit fei. Unb in einervon biefen Antworten ifi bie 2fnbre mit eingefdjtoffen." Sadfelbemeint $ugo (von St. 93ictor), wenn er fagt: „Sie ©rbfünbefei Umviffenheit im SSerftanbe unb S5egier im gleifdje." Senner beutet an, baß wir, gleich bei ber ©eburt mitbringen bie Slidjt®f'cnntniß ©otted, ben Unglauben, bad SDtißtraucn, bie SSeracfjtungunb ben .5aß ©otted. Senn bad tflled umfaßt er, inbem er biel Umviffenheit nennt. Unb biefc 2fnftdjten fiimmen mit ber feilt-