Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
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Dcn am 8. August 181.6 auf dem BaadncrSchlosse Vereinten.

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-Ln den Fluthen des Rheines erloschten die Strahlender Sonne,

Wieder entsank ein Tag hin in der Ewigkeit Schooß.

Sanft erhob sich Selene in jungfräulich heiliger Würde,

Schwebte in Ruhe dahin über die schlummerndeWelt.

Auf den Trümmern der Burg lag bleich der Schimmerdes Mondes,

Und wie ein traurender Geist saßest du, weiße Gestalt,

In der selig verklärten nächtlichen Stille; es kehret

Da die vergangene Zeit wieder ins Leben zurück.

Fern gesondert erscheinen im Glanze des Tages dieMenschen,

Alles vereiniget sich aber im Lichte des Monds,

Innig das Herz sich dem Herzen in sehnender, heiligerAhnung ;

Wenn die Körperwelt schläft, wachet die geistige auf.

Auch hier war einst regsames Leben, und Thranen derFreude

Wurden geweint und des Grams, jetzo umfassetvom Tod;

Schweigend verweilet er in den verödet zerfallenenMauern,

Kein Laut wurde gehört, Eolus Harfe verstummt.

Plötzlich ertönt' cs wie Engelsgefang; es loste die Seele

Von dem irdischen Raum, schwang sich zum Sternen-gefild.

Alles endet hienieden, die Zeit, die Freude, wie Trauer,

Nur die Erinnerung nicht, Theuere! jene an euch.