Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
142
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XIII.

Sonett.

Der Gräfin Julie Zichy. gcboriicu Gräfin Festet icv,Albrecht Dürers Gcbcthbnch in Stcnidrnek gebend.

Empfang' dicß Werk, du teutschcste der Frauen*),Der innigsten Verehrung schwaches Zeichen,

Es möcht' dein Blick zu teutschcr Kunst sich neigen,Die sich dem Schutz der Edlen will vertrauen.

Die Kunst, die deine Schönheit könnt' erreichen,

Es war' die größte auf der Erde Auen;

Doch eine solche werden nie wir schauen.

Die Kunst muß vor dem Ideale schweigen.

Anmuthige Gestalten sind getrieben

Ilm diese Blätter, die sie schließend schmücken.

Die Blätter selbst sind aber leer geblieben.

Sie könnten so durch kein Gebet beglücken.

Als zeigten sie, was du empfind'st, geschrieben,Gefühle, die den Himmel selbst entzücken.

D Sie ist eine gcborne Wienerin nnd scbr tcntfch gesinnct.eine große Freundin von Schillers Gedichten.