Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

Betrachtung.

Glücklich der Mensch, der in friedlicher HütteFroh sein geerbtes Gefilde bestellt.

Immer verbleibend in g'nügsamer Mitte,

Ferne der wilden verworrenen Welt.

Glücklicher! welcher die weidenden HerdenWandernd begleitet auf grünender Trift,

Der mit liebenden treuen GefährtenFröhlich von Ländern zu Ländern sich schifft.

Wir find Fremde, das Leben ist Reise,

Nicht um zu bleiben Geschaffene wir;

Geist verengt in alltäglichem Kreise,

Fern ist das Ziel gelegen von hier.

Selig derjenige, dem es beschicken.

Dieses ans Erden vollkommenste Glück:

Leben mit Allen, mit sich in dem Frieden,

Der mit Ruhe kann schauen zurück.

Dem es vergönnet, sich nicht zu befassenMit der Menschen beständigem Streit,

Und der Geschäfte Gewühl zu verlassen,

Der von des Irdischen Sorge befreist;

Der nach Ruhm, dem eitcln, nicht strebet.Unseres Glückes vertilgendem Feind,

Seinem Gefühle, dem Inneren lebet.

Mit dem Ewigen innig vereint.