69
VI.
Sonett.
Das Kreuz vor dem Salzburger Capuziner-klvster.
Änch mir warst du des Trostes mächt'ges Deichen,
Auf dich geheftet weilten meine Blicke,
Daß sich mein Herz am Glauben fromm erquicke,Und freudig fühlte ich mich selbst dein eigen.
Beneidenswert!) ist, dem die Zweifel schweigen!
Wer kindlich glaubet, lebet in dem Glücke;
Daß sich es nimmer meinem Geist entrücke;
Dem an dem Kreuz Gelittnen mvcht' ich gleichen.
Da oben liegest du in Gottes Frieden,
Prnnklose Kirche, ew'gcr Ruh' erfüllte.
Auf Erden schon vom Irdischen geschieden.
Verklärte in des Aethers lichter Milde,
Bey dir ist's himmlisch schön bereits hicnieden,Erhobene zum seligen Gefilde.