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Salerno.
XI. Elegie.
8eise spülen sie gegen das Ufer die Wellen des Meeres,
Abendschimnier nunmehr ziehet sich über Natur;
Glut ist der Himmel, er leuchtet in Gold und Purpurverkläret.
Leben in Süden ist ein seliger steter Genuß;
Freude ergießet sich aus der Höhe des ewigen Aethers,
Himmel und Erde und Meer flößen dieselben in'sHerz.
Von Beschwerden gedrückt schleicht schwunglos das Lebenim Norden,
Kampfend entgegen der Noth, mühsam erhält sichder Mensch.
Was sepd ihr Hellenen geworden und Römer? dieGothen?
Longobarden? auch ihr, tapfre Araber, die einst
Knechtschaft gedrohet der christlichen Welt? und waS derNormanncr
Reiche begründende Schaar, muthig zu Land wiezur See?
Kaum noch deutet Getrümmer auf euch. Die meistender Völker
Sind zernichtet und längst, oder zurückgckchrt
In die entlegene Hcimath, in die früheren Gräuzcn,
So wie ein Bergstrom, wenn er die Felder verheert,
In sein kleines vormaliges Bette zurücke sich ziehet.
Sure Herrschaft wich mit der entweichenden Zeit.
Aber Natur ist dieselbe geblieben; es leuchtet die Sonne
Noch erfreuend und mild stets auf die Erde herab.