Bedenken vom Nationalconcilio.
Vom I. 1556.
>Ls ist wenig Unterschied zwischen dem Generalconcilio und Na-tional, und wie wir mit gutem Grunde und aus großer Noth-durst das Oeneral reeusiret, eben dieselben Ursachen muß manin dieser Berathschlagung wider das National anziehen, und soinan's im Grunde ansiehet, ist das National noch gefährlicher.Denn im General sind viel gelehrte Männer aus fremden Na-tionen. Item, man dringt nicht so hart auf die Epsecution.
Erstlich wird der Papst gleich, sowohl im National-6onoi-lio Präsident sein wollen, als im Kvneral, und wird Nichts han-deln noch schließen lassen, das ihm nicht gefällig ist, wie PapstPaulus im Eoncilio zu Trient Nichts hat schließen lassen, das ernicht zuvor selbst besehen und reformiret hat, und hat etliche Ar-tikel arger gestellt, denn die Gelehrten im 6vnoilio.
Zum andern werden die Bischöfe allein vooe» «iooisiva« ha-ben wollen; so ist unser Wille ganz vergeblich da, wie zu Trient.
Zum dritten, so sie gleich uns eine Anzahl Stimmen geben,so procediren sie, «eeunäum pluralitatoin, und machen ein Meh-reres wider uns.
Zum vierten, würden Kaiser, Könige und Andere, des Pap-stes Anhang, verpflichtet zur Exsecution.
Ueber dieß Alles sind in den bischöflichen Höfen und Uni-versitäten sehr wenig Leute, welche die Religionssachen verstehen,oder nicht öffentlich feind sein; zu Wien, Köln, Löwen, Ingol-stadt, Mainz, Freiberg, weiß man, welche Theologen sind, undtreiben die Kölner aus den heutigen Tag große Tyrannei gegenden voetore Lloäieo ^Veisio, der doch wahrlich glimpflich geant-wortet hat,