264 SSricfc unb SSebenten 3Jletamhtt)on’d.
entfdjulbtgt, bdmit ftc bod) nur Sroft füv ihre ©emiffen Ratten.5Benn mir aber ittdgcmein lehrten, bap man eine ©eftalt möd;tebraud)en, fo mod)te mand bafür galten, ald gelten reit bie an?beve ©effalt für unred)t. Sad fonnen tuic nid)t tl)un. 21 ud)haben mir und genugfam erfldret, bap mir nid)t Sebcrmann ol)tteUnterfd)ieb, fonbern allein benen bie eine ©eftait geben mollten,an benen mit »ermerften, bajj ihre ©emiffen befdjmert mdten,beibe ©eftalt ju nehmen.
SSom ©(»ejtanb.
Sad ijl am Sag, bajj bad SSerbot bed gfjefianbed ganj tttibgar aud menfd)lid)en 9ted)ten l)ergemad)fen ijt, mie fotched auchbie angejogenen 9ted)te beäcugen. @o ift bad aud) am Sag, bajjbetüfmted SSerbot ber ©l)e nicht allejeit gleid) gemefen ift.
Senn man hat einen Canon, ber ba b e 'ft Oie Siafonod inihrem Äirdfjenbienft bleiben, ungead;tet ob ftc gleid) ©Ijetveibecgenommen unb Äeufdjhcit ju halten gelobt hatten. 2fber bie fptie=jter, fo SBeiber genommen, mürben ifred Ätrcfenbicnftcd entfefct;aber barum nicht in ben SSattn gethan.
Sn sraeien Concilien hat man Secrete unb 2fbfd)iebe gemacht,bap man ben fPricffern ihre ©hefocibcc, fo fte »ot ihrem priefter--lid;en 2fmt genommen, nid)t »erbieten follte.
3fber folched unangefehen, fo »erbot barnach ber $apfi ©i=riciud ben *Prieftern bie @h me '&tr, ungeachtet beiber »origen Comcilien, 2lbfd)iebe unb Secrete. ©o mand)erlei unb feltfam hatft'chd »erdnbert mit biefer @ad)e in ber Cl)tiftenheit. Unb foldjeSecrete ftnb oft »ermanbelt rcorbett, nicht allein bei anbern 9ia=tionen, fonbern auch m beutfcljen fiattben. Serljalben, mo gleid)biefer 3cit, in 3lnfef)ung gegenmdrtiger Gelegenheit, fold) SSerbotber S3riefterel)e gelinbcrt mürbe, meil ed ganj unb gar aud menfeh»liehen Diedjten hernach ft; fo hatte bie Steuerung eine ftd)etere unbbeffere ©ntfchulbiguttg, benn ba bie alten Secrete in biefer ©ad)e,ben göttlichen 9?ed)tcn gemäjj, abgetl)an ftnb.
Senn bie erjfen biefed Sheild haben in biefem gälte nichtmiber bad göttliche 9ied)t getl)an.
@o l)at man aud) billig bie 9toth folten bebenfen; benn fo»iel £ird)eit mürben fo »iel Pfarrer nicht haben, mentt man bieehelichen ^rieftet follte il)red priejterlidjen 3ltntd entfetten.
9)tan mupt’d and) bafur halten, bap bie d)riftlid)e Steligionan benfelben Cnben gar untergehen merbe, mettn man bie *Pfat=rer abfefce. 9fun mdre ed je gcfdjminb unb ungütig, bap man