4?iftocie Sßomaä ©tünjer’S. 213
(Grmahnung beö Sanbgrafett ju Reffen !c. an bie D?ittcr*fdjaft, bic Säuern, fo ftd) [unter bem Schein beS G»an=getii, burci) Sügen unb Sftorbpropheten verführet, reibet bie£)brigfeit empöret haben], getroft anjugreifen unb ju fd)Iagen.)
49) Siebe grettnbe, if;r fcl;ct bie armen Seutc »or euch,reibet bie it)t geführt feib, ihrem Üngchorfam nnb gretiel 5 U reet)=ren. 9httt fjat bie Surften erbarmt ihres GlenbS, unb faben Süitmit ihnen taffen banbcln, baß fte abjogen, fict> ergaben, unb bie$aupt(eute überantreorteten. 2Cuf fotd;eS geben fte feine 2fntreort,unb rüfien ftdj ju fd)lagett: fo forbert eS bie große 9fott) bage*gen, baß reir uns reef>ren. Stum ermahne 3d) eud), baß ihrfte ritterlich angreift, unb ben treutofen Sofereidjtern unb SJiorbern»ehret.
50) GS h nt ber Seufel bie Seute fo gebtenbet, baß fte ftd)nid)t reotten rathen nod; helfen taffen. Senn reiereohl fte große .Stageüber bie Stuften führen, bennodt ifi feine Urfad) auf Geben gütig*fam, 3fufruhr ju erregen, unb ©ereatt reiber bie Sbrigfeit »orjunet;*men. Senn eS ifi ein fel;r ernfieS ©ebot ©otteS, bie Öbrigfeitehren unb fürdjten, barob ©ott atfo gehalten hett, baß ber ‘-ifuf*rühr nie ungeftraft blieben ifi; bentt fP au tu 8 fagt 9iom. 13, 2:„SBer ber Sbrigfeit reiberfirebt, reirb gefiraft, benn bie Sbrig*feit ifi georbnet non ©ott." Srum h^tt ©ott atfo brob, baßfie feine Äreatttr famt jerreißen. 5Bie ©otteS Srbnung ifi, baßSag unb 91ad)t reirb, unb mag fein fOienfd) bie Sonne t>omfimmel reißen, Sag unb 9iacft reegnehmen: atfo reirb reeberSeufel nod) Seufets 2fpofiet, bie SDtttnjetifdjen Säuern, reibetgeotbnete Sbrigfeit ©lud hüben:
51) Sd) rebefotd)c 6 nicht barum, baß Sch ®Wch als ein gürfifdjmücfe, unb ber Sattem Sache arg mad)e; fonbern eS ifi bieganje Sßahrheit. 3 d) reeiß reohh baß 5Bir oft firaftid; ftnb, benn5ßir 9Jienfd)en ftnb, unb Uns oft »ergreifen; bennod) fotl manbarum nid)t 2fuffuf)r anrichten. GS gebeut ©ott, bie Sbrigfeitju ehren; bann aber fott man fte »ornchmtid) ehren, reenn fieGhrc »ontehmlid) bebarf. 9iun bebarf bie Sbrigfeit bann amnteiften Gt)re, reenn fte gefd)mabct reirb, »ietteicht auch gefehlethat; fo folten bie Untertanen folrijc Schmach ber Sbrigfeit hei*fett tragen, ju Gfjren bringen unb bedien, reic Sem bett bloßen9ioa beefete, 1. SOiof. 9, 23, baß man in grieben unb Ginigfeitbei cinanber bleiben unb leben möge.
52) 2BaS thun aber biefc treutofen Sofereidjter? Sie becfennicht Unferc gehler, fonbern mad;en fte mehr tüchtig, ja lügen