176 SBibcr bic Jtvtifcl ber Sktternfdjaft.
ein«: gangen ©emeinbe; tmb waS uberbleibt, foll man armen Sfttf*tigert (fo in felbigcm Sorfe »orhanben ftnb,) mittl)cilen nad) @e=ftatt bet Sachen itnb ©fenntnip einet ©emeinbe.
3BaS uberbleibt, foll man begatten, ob man reifen mftftevon £anbeS fftotl) wegen; bamit man feine 2anb (teuer buefte aufben 2frmett anlegen, foll mang «on btefem Ucbetfchuffe attSticl)*tcn. 3ütd) ob Sache märe, bap eing ober mehr Sorfet wären,bic ben 3 ci)cnten felbet uerfauft Ratten, aug etlicher flioth f)at=ben; biefelbigen, fo batum gu geigen in bet ©eftalt Ijaben ooneinem ganzen Sorfe, bet foll eg nid)t entgelten, fonbetn tote wol*len ttng giemlidjcr 3Beife nach ©eftalt wnb Sache mit ihm »er*gteidjen, ihm folcheg mieber mit giemlidjec 3 tel unb Seit ablofcn.3fbet tuet non feinem Sorfe folcheg erlauft b)at, tmb ihre SSot-fal)tcn ihnen felbjt folcheg gugeeignet tjaben wollen, follen unb ftnbmit ihnen 9tid)tS weiter fchulbig 51 t geben, allein wie oben fiel)t,ttnfetn erwählten fPfarrl)ertn bamit gu unterhalten, naefmat ablo*fen, ober ben Sucftigen mittheilen, wie bie heilige Sdjrift innchalt, fte feien geijtlid) ober weltlid). Sen fleinen Sehenten mol*len wir gar nicht geben. Senn ©ott bec $err hat bag föiet)frei bem SRenfdjen gefchaffen; bafj wir einen ungiemlid)cn 3 el)entfegen, ben bie SRenfchen erbid;tet haben, barum wollen wir itjnnicht weiter geben.
III. 3«>n britten ift ber SJraud; bisher gewefen, bap man un$für ihre eigene Seute gehalten habe; meld)eS gu erbarmen ift, an*gefel)en, bap ttng CshriftuS 2ttle mit feinem foftbartidjen 33lut»ergie=fen crlbjt unb erfauft hat, ben Ritten gleid; alg wohl alg ben <f?öd)=ften, Seinen ausgenommen. Srum etftnbet’S ftd) mit ber Schrift,bap wir frei ftnb unb wollen fein. fjficht bap wir gar frei ftnb,feine Sbrigfeit haben wollen, lehret uns ©ott nicl)t. SBir follenitt ©cboten leben, nid)t in freiem flcifdjlidjen SRuthwillen, fon*bem ©ott lieben als unfern Jpertn, in ihm unfern fftähefren er*fennen, unb 2flleS bag, fo wir attd) gern hatten, baS uns ©ottam fftadjtmaht geboten hat gu einer 2 ege, barum follen wir nachfeinem ©ebot leben; geigt unb weifet uns biep ©ebot nid)t an,bap wir bec Sbrigfcit nicht gehorfam feien; nid)t allein bec Sbrig*feit, fonbcrit wir follen uns gegen Sebermann bemuthigen, bapwir auch gern gegen uttfere erwählte unb gefegte Sbrigfeit (founs non ©ott gefegt) in allen giemlidjen unb dhrijfliehen Sachengehorfam feien; aud) ohne Steifet, il)r werbet uns ber ©gen*fdjaft, als wahre unb rechte (Shriften, gern erlaffen, ober uns im©oangelio baS berid)ten, bap wirS feien.