150 SJoti bet Setpjiger SiSputation.
beit ihnen irgenb ein 2fffcct obev SSewegung eingegeben: weldjetwohl gut unb nicht ungeveimt fein mag, ben aber mir armeSeitttein gteicf?toof)t ju bem S3ucf)ftaben jtimmen [eben, So fu^=ret uns immer ein anbrer SnbjwccE ober 2fbftd;t auf etwas 3fn=bereS. Senn eS ift bod; eine f)eimlid)e 9taf)tung beS ©cmftthSunb ein 9Jtannn, weldjeS Paulus viclleidjt ben geifilidjen §ßer=ftanb nennet, fo man eher empftnben, als mit Söorten Vorteilenfann. 2Sct aber fiebet nicht, bap bie ‘-Mltcn bie Schrift aufs ,freieftc gcmipbraud;t? SSielcS hat man nad) ben Seiten, 33ieleSnach ben (Streitigkeiten bet Äe(jec getban: bergleid;en man un=jablige Stempel anfübten fann. SSiSweilen gefcbiebet eS aud;,foitberlid) in ben Steueren, bafj bie Auslegung felbft mit ihremUrfptttnge fireitct. !
SJoit ben Schullehrern (Sdjolaftifern) will id; nicht viel fa= jgen, bencn bie Sdjrift oft gattj etwas tfnbreS ift, als etwas Sin=faltiges; ja fie madjen, fo ju reben, einen fProteuS (ober aller '©eftalten Sttann) barauS, bap fie ihnen halb einen allegorifd)en(ober ©leichnip = ), halb einen tropologifcben (ober heil. ScbenS =),halb einen anagogifcben (ober efjimmeisverftanb), halb einen buch»jtdblidjen, halb einen fprachmdpigen, halb einen bifiotifcben ge;ben muff
5ch fomme wieber auf bie tfltcn, von metd;en id) gefagt,bap fie bie Schrift mipbraucben; nun fage id; aber, bap ftc oftaud; irren. Sieber, wie oft bnt ^ieronpmuS, tote oft tfugu*ftinuS, wie oft tfmbrofiuS gefiraudjelt? Senn fie ft'nb mirfo fremb nid;t, bap id) es nicht frei fagen bütfe; ja fie ft'nb mirvielleicht etwas befannter, als ScEen fein tfrifloteleS. 5Bieoft ft'nb fie unter einattbet uneinig? SBie oft wiberrufen fie ihreStrthümer? Äurj: bie einige Schrift beS gottlidien ©eiffeS iflrein unb burdjgefjenbs wahrhaftig, bie man fanonifch nennet.3BaS ift eS alfo für eine grope Sünbe, wenn SJtartinuS biS=weilen von einigen jweifclhaften tfuSlegungen bet 2(lten abgehet?Unb warum follfe er eS nid)t tl;un? 3n 2(uS(egung beS £)rtSSOtatth- 16 : „Su bift fPetruS: unb auf biefen $dfen j C ."folget SJiartinuS £>tigeni, her fo gut als viele 2(nbre iff,unb jwar an fo einem Srt, ba DrigeneS eben über bem 2fuS=legen ift: ingleidjen tfuguffino in Homil., nämlich in SrfldrungbeS Svangelii: jfmbtofio Lib. VI in Luc., bet 2(nbern ju ge=fchwefgen. Sap eS fein, bap ScE feine SKeinung auch m >t etlid;erSSater Seugniffen beftdtigt, nämlich «fjteronpmi unb Sppriani,barauf et fonbetlid) tröget; benn S5ernharbuS unb Seo wer=