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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Ohiothiorc genannten Bestien, welche die lebenden Elephanten im Gan-zen an Größe etwas übertrafen, unterscheidet inan sicher ebenfalls zweiArten, eine europäische mit langer Zuspitzung am Vorderendc deS Unter-kiefers (bl. longirostri«) und eine nordamerikanischc mit stumpfein Unter-kiefer (bl. giggnteus). Beide erreichten ziemlich gleiche Größe; die ameri-kanische Art gehört dem Diluvium an und findet sich dort eben so häufig,wie Mammuthknochen in Europa, allein wie letztere auf der westlichen, sotrifft man auch Mastodonknochen auf der östlichen Halbkugel. DaS bl. lon-gii'osti'm ist ausschließlich europäisch, aber älter alö die amerikanische Art,denn seine Gebeine sind nur in obertcrtiärcn Schichten der Auvergne, beiEppelsheim und in England gefunden. Ob eine dritte Art (bl. mi§usti-ilons), welche sowohl in tertiären als auch in Diluvial-Gebilden, und zwarauf beiden Erdhälften, angetroffen wurde, wirklich vom bl. longiroswis ver-schieden ist, scheint mir noch zweifelhaft. Elephant und Mastodon habenalso vormals auf beiden Halbkugeln gelebt, aber Uloplms war im Osten,bl.-istmlon im Westen die häufigere Thierform. Jene erzeugte sich uach derSündfluth, um mich dieses Ausdrucks für die letzte große Katastrophe zubedienen, in der alten Welt wieder, diese ging auf beiden Halbkugeln ganzunter").

11) Die mitgcthciltc Abbildung des iilaswüon xixanteus ist cinc Cvpie von Owen'strefflicher Figur iu besten Ilistor^ vk brilisli lossii iilanumilia (chviul. 1816. 8.), und stelltdas von Koch als lilwsurium gezeigte, durch mehrere Zusätze verunstaltete Eremplar vor,wie cs jetzt im brittischcn Museum naturgemäß ausgestellt ist. Mitten am Kopf sicht maudie Nasenlöcher, a und b sind die großen Stoßzähnc des Oberkiefers, o Schulterblatt,

1 Becken, l Oberschenkel, z> Kniescheibe, t Schienbein, 6 Wadenbein, I> Oberarm,r Speiche, u Elle, c Fnßwurzelbcin und darunter die 8 Zehen. Mastodon hat, wie derElephant, 7 Halswirbel, 20 Rückenwirbel, 3 Lendenwirbel und übrigens ganz dessenZahlcnvcrhältnissc. Die Backzähne, wovon der oberste hinterste unter dem Schädel imgrößeren Maßstabe sich zeigt, haben eben so viele Wurzeln, wie Kroncnhvcker, und ver-mehren deren Zahl mit zunehmendem Alter; der letzte obere besitzt 4 Paar Höcker und einsehr kleines Paar am Ende, der letzte des Unterkiefers hat 8 Höckcrpaare und ein sechstesRudiment; die 3 vorhergehende» Zahne, welche aber nie alle zugleich vorhanden sind,sondern höchstens 2 neben dem letzte», haben je 3 Höckcrpaare, und die 2 ersten, wovondas junge Thier vielleicht schon einen an jeder Seite mit auf die Welt brachte, zeige» nur

2 Höckcrpaare. Indem nun nach und uach die vorderen Zähne ausfallen, während dieHinteren mit zunehmendem Alter des Thicrcs hcrvorbrcchcn, bekommt jedes Mastodonwährend seines ganzen Lebens 6, vielleicht 7 Zähne an jeder Seite, hat aber nie mehr als

3 gleichzeitig und gewöhnlich nur 2. Eben denselben Zahnwcchscl zeigt auch der Elephant,doch steigt die Gcsammtzahl seiner Zähne auf 8 oder gar 9 an jeder Seite, wovon ihm imhöheren Alter nur c i n Backzahn an jeder Seite zu bleiben pflegt. Beim asiatischen Elc-