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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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größer? Ohren, stärkere Stoßzähnc, rautenförmige Schmclzfigureu auf denBackzähnen (Fig. 4) und überall 4 Hufe bei 5 Zehen; der asiatische(Fig. 2) erreicht eine Höhe von 12 Fuß, ist übrigens proportionirtcr gebaut,hat kleinere Ohren, kleinere Stoßzähne, schmale parallclscitigc Schmelz-figurcn mit gekerbten Rändern (Fig. 5) und vorn 8, hinten 4 Hufe, aberebenfalls 5 Hinterzchen. Zwei ganz ähnlich verschiedene Arten derselbenGattung finden sich nun auch in der präadamitischcn Periode, aber immernur in den Diluvialschichtcn über der jüngsten plioccnen Abtheilung. Dieder afrikanischen Art entsprechende Form ist selten (kl. priscus) und bis jetztbloß in einzelnen Backzähnen sicher bekannt; die Art, welche dein asiatischenElephcintcn nahe kommt (L. primchenius, Fig. 3), findet sich in zahlreichenUcberbleibscln nicht bloß in ganz Europa und Asien, sondern selbst in Nord-Amerika und Neuholland. Sie ist wegen dieser weiten Verbreitung allge-mein unter dem Namen Mainmuth bekannt, und unterscheidet sich beiziemlich gleicher Größe durch die viel längeren stärker gekrümmten Stoß-zähnc, die schmäleren zahlreicheren Lamellen in den Backzähnen (Fig. 6)und ein allgemeines langes dichtes Haarkleid, welches mit dem der wildenSchweine die meiste, Aehnlichkeit besessen zu haben scheint, allein doppeltwar, unter 9 bis 19 Zoll langen Borstenhaaren eine weichere 4 bis 6 Zolllange Wolle verbarg. Wir verdanken diese Kcnntniß einzelnen, im gcfror-nen Boden (S. 280) Sibiriens uns erhaltenen Individuen, und besondersdem 1799 am Ausfluß der Lena entdeckten, das leider erst 7 Jahre hernachvoll europäischen Reisenden aufgefundcn wurde, als der größte Thcil seineranfangs noch unversehrten Flcischmasse schon zerstört war. In solchem

großen lnngc» Alveolen für die Stoßzähnc beim urweltlichc» Elcphanten ans und weisenauf eine eben so enorme Entwickelung der Zähne hin. In der That übertreffen sie diegrößten Zähne der afrikanischen Art um die Hälfte und die der asiatischen um das Dop-pelte an Länge und Stärke; sic Liegen sich auch viel stärker und beschreiben etwa °/g einesKreises, während die afrikanischen Zähne noch nicht die Hälfte und die asiatischen kaum >/zeiner Krcisperipheric mit ihrem Bogen umspannen. Dagegen sind die Backzähne und derUnterkiefer bei dem urweltlichc» Elcphanten relativ kleiner, als bei beiden lebenden. Diegeringere Größe namentlich der Zähne wird jedoch durch die größere Feinheit der Schmelz-platten und die beträchtlichere Härte des Schmelzes selbst wieder ausgeglichen, so daßder Mammnth mit seinen kleinere» Zähnen noch härtere Gegenstände zermalmen konnte.Owen hat aus dieser Eigenschaft des Zahnes einen Schluß auf die Nahrungsmittel ge-zogen und die Vermuthnng ausgesprochen, cs möchten Fichtcnnadcln und junge Triebeholziger Gewächse die Nahrungsmittel des Mammuth gewesen sein; woraus in Verbin-dung mit seinem dichten Pelze, folgen würde, daß das Mammuth für ei» kälteres Klimabestimmt gewesen sei, als die lebenden Elcphanten.