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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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besondere auf ihren organischen Gehalt untersuchen. Allein diese Art derBetrachtung würde nur bei einer sehr speziellen Erörterung ihren Werthhaben; vorzüglicher dürfte cs für unsere Zwecke sein, nicht jede Schichteinzeln, sondern die Menge derer im Zusammenhänge zu schildern, indenen eine gewisse Ucbercinstimmung der Organisation im Ganzen sichzu erkennen gicbt. Eine solche Schichtenfolgc würden wir darnach alsdas Produkt einer besonderen größeren Schöpfungsperiodc betrachtendürfen.

Vielfache Thatsachen, auf die wir schon mehrmals hinwicscn <z. B.S. 219), scheinen freilich die scharfe Sonderung großer Perioden in derSchöpfung seit Entstehung der Organisation unmöglich zu machen, sondernmehr einer allmäligen und lokalen, als plötzlichen und allseitigcn Umwäl-zung der Dinge das Wort zu reden; allein eine allmäligc Entwickelung undAusbildung findet statt, das ist nicht zu bezweifeln. Wollen wir aberden Gang derselben übersehen, so müssen wir Abthcilungen machen undnach vorhandenen Unterschieden da Grenzen ziehen, wo die Natur selbstvielleicht gar nicht so scharfe Grenzen gezogen hatte. Hiezu bietet nundie organische Natur mit ihrer stuscnwciscn Entwickelung das besteHülssmittel an die Hand, und ohne damit einen besonderen Ruhcpunktin der fortschreitenden Gestaltung des Erdkörpcrs annchmen zu wollen,sehen wir den Mangel luftathmendcr Rückgratthicre vor einer gewissenEpoche als einen merkwürdigen, wohl nicht zufälligen Charakter diesesZeitraumes der Schöpfung an. Wir begrenzen daher mit den Schichten,in denen die ersten höheren Landthicrc auftrctcn, die älteste Periode derErde nach Entstehung der Organisation, und finden, daß in dieser Schei-dung zu ihr alle primären ncptunischen Niederschläge vom Thonschieferbis zum Zcchstein aufwärts gehören (S. 23L). Nach den vollendetstenOrganismen, die während dieser Periode den Erdkörpcr bevölkerten,haben wir sic schon oben (S. 31!) als den Zeitraum der Fischebezeichnet.

Was zunächst die Eigenthümlichkeiten des Pflanzenreiches wäh-rend dieses Zeitraumes betrifft, so scheint besonders in ihm ein sehr be-stimmter Charakter der damaligen Zustände sich auszuprägcn. Wir treffennämlich in den Schichten der hicher gehörigen Niederschläge zwar höchstbeträchtliche Massen vegetabilischer Substanz, die uns in verkohlter Formals Stcinkoh len aufbcwahrt wurden (S. 229), allein eine sehr auf-fallende Armuth mannigfacher Gruppen, und eine Monotonie des Ge-wächsreiches, die nicht bloß mit der heutigen Mannigfaltigkeit der ge-