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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Vegetationsorgane bestimmt ist, und aus cigenthüinlichen, stilleren Nerven-fasern, deren Funktionen zugleich sensible und motorische sind, zu bestehenscheint; man nennt cS das gangliösc System, weil seine Nerven sichvielfach netzartig unter Knoten oder Ganglien verbinden. Seinen Ur-sprung nimmt es theilS auö dem Gehirn, theils aus dem Rückenmark.

Unter den Vegetationsorganen ist besonders der Ernährungsapparatsehr zusammengesetzt und entwickelt. Vor allen tritt hier das Athmungs-organ durch seine allgemeine Duplicität als den Typus der Gruppe bestim-mend auf, denn eigentlich haben sämmtlichc Rückgratthierc K i e m e n undLungen zugleich. Jene befinden sich äußerlich am Anfänge deöRumpfes,dem Halse, und werden in der Regel von über sie herabhängenden Haut-falten bedeckt; diese bilden zeitige Säcke im vorderen Raum der Numpfhöhleund stehen durch einen Kanal, die Luftröhre, mit dem Munde in Ver-bindung. Auch die Kiemen haben Spalten zwischen sich, die in die Mund-höhle oder in den Schlund führen. Die Athmung wird daher bei allenRückgratthicrcn durch eine schluckende Bewegung zu Stande gebracht, indemdie Thiere bald Luft, bald Wasser cinnehmcn. Die Luft gelangt in dieLunge und kehrt daraus durch eine Comprcssivn der Rumpfhöhle zurück;das Wasser dringt durch die Kiemenspaltcn hervor und fließt an den Kiemenvorbei nach außen ab. Allgemein athmcn durch Kiemen nur die Fischeund einige Amphibien, ihre Lunge (Schwimmblase) bleibt unvollkommenund fehlt häufig ganz; die übrigen Rückgratthierc haben Kiemen nur inder ersten Jugend als Embryonen und athmcn später immer durch Lungen.Mit dieser Differenz harmonirt nun der Kreislauf des stets rothcn Blutes.So lange die Kiemen in Funktion sind, ist der Kreislauf einfach, d. h.die zweite, durch das Rcspirationsorgan führende Bahn fehlt; das Blutgeht dann auö dein Herzen, welches nur eine Kammer besitzt, in die Kie-men, von diesen in alle Theilc des Körpers, und kehrt zum Herzen mitden neu vom Darmkanal bereiteten Quantitäten zurück. Sobald aber dieLungen als Rcspirationsorgan anfangcn zu wirken, tritt noch ein zweiterKrcislau f (der kleine) hinzu, indem das Blut auö dem Herzen in dieLunge, auö ihr zurück zum Herzen und dann erst in alle Theilc des Kör-pers geführt wird. In diesem Falle hat das Herz zwei Kammern; einerechte, die das Blut in die Lunge treibt, und eine linke, die in alleTheilc des Körpers stoßweise überführt. Der Darmkaual zeichnet sicheines Theils durch seine Länge, anderen Theils durch seine großen aecesso-rischen Organe aus. Speicheldrüsen, Leber, Pancrcas und Darmdrüsenunterstützen ihn in seinen Verrichtungen; seine Länge bringt dagegen