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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schm, dmm zufolge nur das Nothwendlge, nicht daö Ucbcrflüssige stutuirtworden l'st^), deduciren.

Zunächst entsteht nun die Frage, woher die organische Grundinateriekam, auS welcher die Organismen entstanden; woran sich eine zweite an-reihen würde, die über den Hergang bei der Entstehung selbst Aufschlüsseverlangt.

Woher die organische Grundinaterie gekommen sei, ist nicht schwer zubeantworten, wenn wir wissen, daß die Erde zur Zeit, als Organismenentstanden, bereits eine auö Sauerstoff und Stickstoff gemischte Atmosphärebesaß, von einem Weltmeer umfluthet wurde, dessen Abkühlung mindestensbis aus 6tt« Reaum. gesunken sein mußte, und sowohl in ihm, als auchin der Atmosphäre, große Quantitäten von Kohlensäure beherbergte. Dieletztere Annahme ist unerläßliche Bedingung, um den Kohlcnstoffgehalt derOrganismen zu erklären; er ergiebt sich auS der Anwesenheit von Kohlen-säure sofort. Auch scheint die Beobachtung ansstcigender freier Kohlensäure,welche in vulkanischeil Gegenden und nach vulkanischen Ausbrüchen so viel-fältig gemacht worden ist (S. 84), den Ursprung dieses Stoffes auS derTiefe während und nach Durchbrüchen plutonischcr Materien sehr wahr-scheinlich zu machen. So wären denn auf der damaligen Erdoberfläche dieBedingungen zur Bildung organischer Grundinaterie in Menge vorhandengewesen, besonders wenn auch Stickstoffverbindungcn, wie Salpetersäureund Ammoniak, in größerer Quantität die Atmosphäre erfüllten, waS ebender Organismen wegen, die sic noch nicht zu ihrer Materie verbraucht hat-ten , nothwcndig ist o). Die Eristenz freien Wasserstoffs zur Zeit, alö die

8) Man hat mir vorgeworfc», daß ich incvnscqucnt sei, wenn ich, diesen Satz auf-siellcnd, die Abstammung aller Menschen von einem einzigen Nrpaarc bestreite; alleinDiejenige», welche mich dieser Jnconsequcnz zeihen möchten, haben nicht bedacht, daß imgenannten Falle die Vielheit gerade das Nothwendlge zu sein scheint. Konnte die Naturzu einer gewissen Zeit ein Menschcupaar schaffen, so konnte sic auch mehrere erzeugen,ja sie mußte das, wenn sic die Eristenz ihres Geschaffenen für immer gesichert wissen wollte.Sie zeigt uns überhaupt beim Entstehen der Wesen Beschränkung auf das Nothwcndigcnur in der Wahl des Mittels, aber Reichthum und Fülle in der Anwendung des gewähl-ten, wie daö namentlich auch die scrncllc Zeugung überall beweist. Und von den Mittelnder Entstehung ist ja hier nur dis Rede.

9) Es ist eine bcachtcnswcrthc Thatsache, daß keine elementare anorganische Materieanders als durch Ausscheidung aus einer chemischen Verbindung, in der sic enthalten ist,in die Substanz des Organismus übergehen, also auch nicht direkt von ihm ausgenommenwerden kan». Die direkte Aufnahme des Sauerstoffs beim Athmcn der Thicrc ist nur einescheinbare, in so fern dieselbe Quantität Sauerstoff, au Kohle und Wasserstoff gebunden.