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rioden auf einander gefolgter Hebungen deutlich sich Nachweisen lassen, sodürfen wir uni so eher auch von den jüngsten Gebirgen eine mehrmaligeHcbungsepochc behaupten, und eben aus der öfteren Wiederholung solcherErscheinungen ihre größere Masse, Höhe und Ausdehnung erklären. Dieszugegeben, sind aber die Cordillcren entschieden daö jüngste aller Gebirgeunserer Erde, und wenn auch ihre erhabensten Spitzen die Höhe des Da-to alagiri nicht erreichen (die höchsten Punkte in der AndeSkettc er-steigen, nach S. 120, nur 19,900 bis 20,100'), so dehnt sich doch keineandere Bergkette über eine Fläche von 1800 geographischen MeilenLänge aus, und hat vcrhältnihmäßig so viele bedeutende Höhen, wie dieCordillcren.
Wenn es also jemals einen Zeitraum der Erdbildung gegeben hat, inwelchem alles heutige Festland unter dem Spiegel des Weltmeeres verbor-gen lag; wenn damals noch eine hohe Temperatur diesen Ocean geraumeZeit in beträchtlichen Hitzgraden erhielt und dem Entstehen organischer Wesenhinderlich ward, wenn endlich spätere EruptionScrschcinungcn die Wassermit ihren Auswürflingen mischten, und die bereits entstandenen Geschöpfedurch ihre letalen Eigenschaften wieder vernichteten; so wurden solche Er-hebungen des Meeresgrundes zugleich die Ursachen des ersten Festlandes,welches über den Wasserspiegel cmporsticg. Die allgemeine Verthcilungder gesannnten Wassermassc über die ganze Erdoberfläche in jener ältestenZeit läßt kaum einen Zweifel, daß der Uroecan eine gleichmäßige und zu-gleich geringere Tiefe haben mußte, als daö heutige Weltmeer; cs mochtendaher schwache Erhebungen, wie sic nach den obigen Mittheilungen frühernur stattfandeu, hinreichcn, seinen Boden stellcnweis über die Oberflächedes Wassers zu bringen. Anfänglich ragten die Erhebungen vielleichtnicht einmal auö dem Wasser hervor, und erst nach und nach, als immermächtigere Massen der Tiefe entnommen wurden, zugleich aber an anderenStellen der Boden sastk, indem Einstürze in die Tiefe jene Lücken wiederausfüllten, welche das Entweichen der Eruptionsstoffe in flüssiger und gas-förmiger Gestalt bewirkt hatte, erhoben sich die niedrigen Bcrgzügc über denSpiegel der Gewässer. Wie weit cs geschah, das beweisen die unverwor-fenen ncptunischen Schichten, welche ihren Fuß umgeben. — Auf solcheWeise ging der Wechsel von Hebung und Senkung im innigen Verbändegleichzeitig fort, und bewirkte nach und nach die Vereinigung der erste»,nahe gelegenen Inseln des Weltmeeres zu größeren langzackigcn Eilanden,aus denen endlich, wenn auch die Wasser der Untiefen zwischen ihren Land-zungen in neue Einstürze einen Abfluß gefunden hatten, das zusammen-