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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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m dieser Hinsicht stimmen beide Systeme ebenso sehr, wie in der Strcichungs-richtung, mit einander überein, welcher Umstand nach den bisherigen Er-fahrungen nns wohl erlaubt, sic für gleichzeitige zu halten. Vulkane sindnämlich, das haben wir schon früher erkannt, die jüngsten und letzten Pro-dukte der nach oben einen Ausweg suchenden, eingeengten, geschmolzenenund gasförmigen Materien; Gebirgszüge also, die Vulkanrcihen auf ihrenHochebenen und Kämmen oder an ihren Abhängen neben sich tragen, müssenschon deshalb später, als alle nicht von Vulkanen begleiteten Bcrgzüge, ge-hoben und durch Revolutionen verändert worden sein. Kein Gebirge zeigtuns aber so viele.Vulkane, oder ist so innig mit ihnen in Verbindung ge-treten, wie die And es kette Amerikas, und der genannte ihr corrcsponbi-rcnde Höhenzug an der östlichen Küste Asiens; wir zweifeln daher keinenAugenblick, daß in ihnen die letzten großartigsten Durchbrüche von unten statt-fandcn, und sic in jüngster Zeit, vielleicht noch später, als die letzte Erhebungin den Alpen cintrat, eine beträchtliche Niveauvcränderung erlitten haben.

Für das jugendliche Alter der Cordillcrcn in ihrer jetzigen Gestaltsprechen übrigens noch manche andere Umstände. Ucbcrblickt man nämlichdie Bergketten der zwölf ErhcbungSsystcme im Vergleich mit einander, sofindet sich bald eine gewisse Ucbcreinstimmung der räumlichen Ausdehnungmit dem relativen Alter und ein Zusammenhang zwischen beiden, der schwer-lich ein zufälliger ist. Wir bemerken ferner, daß die ältesten Gebirgszügenur niedrig sind und keine großen Strecken durchziehen, jüngere aber immerhöher und größer werden, je näher ihre Aufrichtung der Gegenwart kommt.Hunds rück und Taunus, wahrscheinlich die ersten Erhebungen desvaterländischen Bodens, welche in unveränderter Stellung geblieben zu seinscheinen, überschreiten nur an einzelnen, besonders erhabenen Punkten dieHöhe von 2600', und halten sich im Ganzen in einer mittleren Erhebungvon 1500 bis 2000'. Innerhalb derselben Grenzen schwankt die mittlereHöhe des ähnlich gebauten Harzgcbirges, allein über seinen Rückenerhebt sich die Granitmassc des Brockens zu 3508'. Der T h ü ring e rWald, eine bei weitem jüngere Erhebung, als die Aufrichtung des HarzerGrauwackengebirgcS, scheint vielmehr mit der Bildungscpoche der Porphyream Südrande des Harzes gleichzeitig gehoben zu sein; nichtsdestowenigerbleibt er mit seinem erhabensten Punkte, dem 3060' hohen Beer berge,hinter dem Brocken an Höhe zurück; sein Kamm schwankt von 1250 bisauf 2500'. Zwischen die Erhebung der Harzer Grauwacke und des Thü-ringer Waldes fällt das System der Vogesen und des Schwarzwaldesals eine gleichzeitige Aufrichtung, deren erhabenste Punkte 4400' (Ballon