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Aller derselben in wenigen Zellen sich übersichtlich darstellen lassen- alleinein so schales Register würde meine Leser weder hinreichend unterhalten nochbelehren. Ich ziehe cs daher vor, zunächst ein einzelnes Gebirge einersorgfältigeren Darstellung zu unterwerfen, und nachdem wir durch genaueUntersuchung seiner Verhältnisse auf die bei der Erhebung in Betracht zuziehenden Umstände aufmerksam geworden sind, die kürzere Erörterung deranderen Gebirgssystcmc daran anzuschließen. Zu einer solchen Untersu-chung eignet sich unter den deutschen Gebirgen in keiner Weise irgend einesbesser als der Harz, thcils weil er so äußerst scharf abgeschlossen aus derEbene hcrvorragt und einen geringeren, leichter zu übersehenden Umfanghat, thcils auch weil er im nördlichen Deutschland am ersten zugänglich istund mn häufigsten besucht wird, daher auch einem großen Thcile meinerLeser durch eigne Anschauung bekannt sein dürfte H. Auch besitzen wir überden Harz bereits so viele genaue Untersuchungen und Schriften, und sodctaillirtc Schilderungen, daß sich bei ihm eher, als bei anderen deutschenBcrgzügcn, eine ganz richtige, naturgemäße und von jeder subjektiven An-sicht unabhängige Darstellung geben läßt 2). —
Der Harz bildet einen isolirt aus der Ebene des nördlichen Deutsch-lands sich erhebenden Bergzug von länglich elliptischer Form, der gegen13 Meilen lang und 4 Meilen breit ist, in der Richtung von nach080 streicht, und in seinem höchsten Punkte, dem Brocken, 3508 Fußüber den Meeresspiegel sich erhebt. Dieser erhabenste Punkt findet sich dem .nördlichen Fuße des Gebirges näher gerückt, als dem südlichen, und ent-fernt sich etwa um ein Drittel der ganzen Ausdehnung von dem nordwest-lichen Ende. Seine Masse besteht aus Granit (->), welcher bis unmittel-bar an den nördlichen Rand des Gebirges reicht, vom südlichen aber ummehr als ein Viertel des Qucrdurchmessers entfernt bleibt. Außer ihm
1) Der Umstand, daß diese Schrift aus Vorlesungen entstand, welche vor den Stu-dircndcn dcr Hallcschcn Universität, also vor Zuhörern, die fast alle den Harz in Fcrien-rciscn zu besuchen pflegen, gehalten wuvden, erklärt diese Wahl noch einfacher und sachge-mäßer, als meine obigen Angaben. —
2j Benutzt wurden von mir L. vonB u ch 's Bemerkungen in von Leo n h a r d 'sTaschenbuch. 4 8. Jahrg. 1824. S. 471 ff.; — Fr. Hofsmann, Ucbcrsicht der orogr.und gcognost. Verhält«, des nordwcstl. Deutschlands. Leipz. 1830; — Chr. Zimmer-mann, das Harzgcbirge. Darmstadt 1834; — I. F. Hausmann, über die Bildungdes Harzgcbirges. Güttingen 1842. 4., was besonders zu empfehlen ist; und '?!>. Ureü-ner, Uebersiclu clor Zevxnost. Verbäün. liniringens uaä des wirres n. s. vv. 6oUm1843. 8. IMi einer geoxnosl. Karle. Für eine schnelle nnd bündige Ansicht am mckste»geeignet.